#039 – Auf ein Kölsch mit Endi

Es geht mal wieder hoch hinaus, denn das Uni Center wartet. Ich bin mit Endi verabredet, der mich zusammen mit Simon empfängt. Simon greift im Alltag etwas unter die Arme, denn Endi ist wegen seiner Körperbehinderung schon lange auf den Rollstuhl angewiesen. Mit seinen Händen steuert er den elektronisch betriebenen Rollstuhl problemlos durch seine geräumige Wohnung. Ein Fakt, der Endi selbst eher kaum beschäftigt. Auf meine Frage, warum er eigentlich im Rollstuhl sitzt, antwortet er direkt und ohne Umschweife: „Na ich könnte auch im Bett liegen, aber ich dachte, für so ein Interview kommt sitzen besser“. Wir müssen alle drei lachen. Dass er eigentlich ein ganz normales Leben führt, merkt man schnell. Seine ganze Wohnung ist voll mit Filmen und es gibt kaum einen Film, auf den ich ihn anspreche, den er nicht kennt. Selbst den unbekanntesten Independent-ArtHouse-Film kennt er, und steigt mit mir sofort in die Rezensions-Diskussion ein. Neben Simon, der ein langjähriger Kumpel von Endi ist, kümmern sich noch zwei weitere Menschen um ihn und helfen Endre in seinem Alltag. Alle 3 managt Endi selbst. Er erstellt die Dienstpläne, entscheidet, wer wann Urlaub machen kann, und macht auch die Budgetierung selber. Das ist vielleicht einer der vielen Gründe, warum er sich kaum eingeschränkt fühlt. Ganz im Gegenteil: Er behält in vielen Bereichen seine Unabhängigkeit.

Auch sonst schätzt er es, sich mit seinen Freunden in der Stadt zu treffen. Musik zu hören, gute Gespräche zu führen und ein paar Bier zu trinken. Dafür fährt er öfter in den Park um die Ecke, wo es eigentlich im Sommer immer am schönsten ist. Mit den Lokalitäten sieht es da in Köln schon etwas schwieriger aus, zusammen finden sie zwar immer einen Platz, der ein oder andere Bahnausstieg ist für ihn im Rollstuhl aber vollkommen ungeeignet. Trotzdem liebt er Köln und den Umgang der Menschen hier miteinander. Auch der Ausblick aus seinem Zimmer über die Dächer der Stadt gibt ihm jedes Mal das Gefühl in der richtigen Stadt zu sein. Zum gemeinsamen Anstoßen und Trinken benötigt Endi zwar Hilfe von Simon, aber trotzdem ist es am Ende eigentlich ein Kölschabend wie jeder andere auch.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Tatsächlich dürfte ich in ganz jungen Jahren, mit ca. 6, mal an einem Küppers Kölsch meines Vaters nippen. Falls das zählt? Ansonsten richtig eins getrunken mit ca. 14.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Mühlen Kölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Da wo nette Menschen sich treffen um eins zu trinken.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Nachts.

Flasche oder Glas?
Flasche.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit Biertrinken, weil ich n Biersorten-Switcher bin. Ich liebe Bier, ich trinke es (auch) weil es mir schmeckt und daher mag ich die Abwechslung.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Wir haben uns mal auf eine Art Sport- bzw. Fussball-Fest geschlichen und dort ein Frischgezapftes nach dem anderen abgestaubt, obwohl wir gar nichts mit der Veranstaltung zu tun hatten. Und danach ging’s  ordentlich angeheitert auf ein Tom Waits Event namens „Tom Waits for us“ . Danach war ich als ursprünglicher Pils-Liebhaber geheilt und konnte auch Kölsch als Bier genießen.

Hoffe es hat dir gefallen?
Aber klar doch!!!


Kölsch: Mühlenkölsch 0,5
Wo: Uni-Center

[flexiblemap address=“Luxemburger Str. 124,50939 Köln“ title=“Uni Center“ width=“100%“]

#038 – Auf ein Kölsch mit Lina

Als ich Herr Pimock auf der Aachener Straße endlich erreiche, sitzt Lina schon in der untergehenden Sonne und raucht eine Kippe. Die 21-jährige Kölnerin ist im Gegensatz zu mir nämlich pünktlich. Mit dem Fahrrad kam die in Zollstock wohnende Wahlkölnerin direkt von der Arbeit und freut sich nach eigener Aussage schon den ganzen Tag auf das Feierabendbier. In einer Kölner Packaging Agentur hat Lina gerade ihre Ausbildung beendet und ist dafür zuständig, dass die Verpackungen von großen Marken und deren Produkten möglichst sexy aussehen.Einen Job, den sie ihrer ehemaligen Schullehrerin verdankt. Seit ihrem Schulpraktikum arbeitet Lina nämlich jetzt schon für die Agentur in Köln und liebt sowohl ihre Arbeit als auch ihre Kollegen noch immer.

Trotzdem hat sie ihren ersten Arbeitsvertrag nach der Ausbildung erst einmal befristen lassen, denn im Oktober soll es endlich auf Weltreise gehen. Noch einmal raus, ganz weit weg. In die Welt. Mit der Kamera. Australien, Thailand. Mal gucken. Bisher teilen sich die Emotionen der mehrfach begabten Frau noch in Angst und Vorfreude. Die erste Shopping-Tour durch den Globetrotter versetzte sie beim Anblick des riesigen Tracking-Rucksacks in lautes Lachen. So richtig vorstellen kann sie sich das alles noch nicht, aber sie will es unbedingt durchziehen. Aktuell verbringt sie die meiste Zeit neben der Arbeit somit mit den Planungen des großen Trips, eine Auszeit, die sie sich dem Abschluss ihrer Ausbildung und einem kleinen Klausurmarathon verdient hat. Auf einem eigenen Blog will sie von den Begegnungen und ihrer Reise berichten. So, wie es viele Reisende inzwischen tun. Für sie ist es der perfekte Kommunikationskanal. Wer so gut fotografieren, zeichnen und schreiben kann wie Lina, sollte die Welt schließlich daran teilhaben lassen. Ein paar Kontakte hat sie über Facebook und Reisegruppen und Künstlergemeinden schon gemacht. Für mich klingt das ebenso aufregend wie für sie selbst.

Ob es für die in einem kleinen Ort zwischen Köln und Bonn aufgewachsene und relativ früh von dort geflüchtete Frau danach wieder zurück in ihren Job geht, weiß sie noch nicht. Irgendwie will sie sich aktuell nicht festlegen lassen. Trotz ihrer großen Faszination für Berlin kann sie sich jedoch weiterhin gut vorstellen, noch ein paar Jahre in Köln zu bleiben. „Mal gucken“ antwortet sie mit einem Lachen und zieht an ihrer Kippe, bevor wir den Herrn Pimock weiter den Herrn Pimock sein lassen.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Puh gute Frage. Ich schätze mit 14 auf einem dieser grauenhaften Dorffeste auf denen man sich damals rumgetrieben hat.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Gaffel kann schon was!

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
An so nem Kisok am Barbarossaplatz. Da ist der Kühlschrank 2 Grad kälter und das Bier somit dreifach so geil.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Nach so nem richtig verkackten Arbeitstag.

Flasche oder Glas?
Flasche natürlich.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Diese großartige Stadt und dem kölsche Klüngel der rauchend vor all den Kneipen dieser Stadt steht.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Ein ganz wunderbares Date mit nem Kerl der das Kölsch weggefegt hat wie ein Wirbelwind. Fand ich so cool, hab ich direkt mitgemacht!

Kölsch: Gaffel Kölsch 0,3
Wo: 
Herr Pimock

[flexiblemap address=“Aachener Strasse 52,50674 Köln“ title=“Herr Pimock“ width=“100%“]

#037 – Auf ein Kölsch mit Nicci

Im Sommer ist der Brüsselerplatz Publikumsmagnet für unzählige Kölner, die auf der Straße ihr Kioskbier trinken. Ganz zur Freude der Einwohner. Heute sitzen wir ausnahmsweise Mal drinnen, und zwar im „Brüssler“ direkt am Brüsslerplatz. Die liebevoll eingerichtete Eckkneipe ist wohl bekannt für ihre Brathähnchen. Nicci hat sich diesen Ort für unser „Auf ein Kölsch“ gewünscht und als Fan von guter Inneneinrichtung kann ich ihr diese Entscheidung nur gut heißen. So richtig beschreiben, kann man die Mischung aus industriell- rustikal auch gar nicht. Das muss man einfach gesehen haben. In Kölns Kneipenlandschaft könnt sich die volltätowierte Kölnerin jedenfalls aus. Als Tochter einer waschechten Kölnerfamilie ist sie nicht nur tief im kölschen Karneval verwurzelt, sondern lebt eben schon immer in der Domstadt.

Aktuell wohnt die Tierliebhaberin mit ihren beiden Katzen in einer kleinen Wohnung in Ossendorf. Neben ihrem Teilzeitjob in der Hotline von Kölnticket, gibt sie auf ihrem persönlichen Blog Have You Ever außerdem Veranstaltungs- und Partytipps für Kölner, abgerundet mit persönlichen Erfahrungen aus dem Nachtleben. Erzählen kann die langjährige Leiterin des Bootshauses davon schließlich genug, denn mit Partys kennt sie sich definitiv aus. So ganz konnte sie dem Nachtleben bis heute auch nicht den Rücken kehren und so findet ihr sie hin und wieder auch hinter der Theke der KGB Abhörbar am Friesenwall. Ein paar Kölsch später verrät mir die Kappenträgerin dann samt Bildbeweis auch, dass sie eine Zeit lang das Werbegesicht für die NetCologne Kampagne war und in der ganzen Stadt auf Plakaten und Werbebannern zu sehen war. Das könnte auch der Grund sein, warum Euch Nicci hier so bekannt vorkommt. Damals hatte sie mit ihren roten Haaren schließlich in das rockige Kampagnen Motiv des Telekommunikationsanbieters gepasst.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Probiert mit 11 oder so. Zum Kölsch Lover wurde ich erst mitte 20.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Gaffel Kölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Im Gaffel am Dom

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Aus der Pulle auf dem Heimweg im Morgengrauen

Flasche oder Glas?
Flasche

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Heimat

Deine schönste Kölscherinnerung?
Ein Sonnenaufgang vor 2-3 Jahren nach einer langen Nacht am Aachener Weiher.

Kölsch: Gaffel Kölsch 0,2
Wo: 
Brüsseler

[flexiblemap address=“Brüsseler Platz 1, 50674 Köln“ title=“Brüsseler“ width=“100%“]

#036 – auf ein Kölsch mit Patrick

In Dellbrück bin ich mit Patrick auf ein Kölsch verabredet. Die Sonne meint es gut mit uns, als ich ihn in der Wohnung seiner Mutter treffe und wir unsere Reissdorf-Flaschen direkt auf dem Balkon des dritten Stocks öffnen. Der wohnliche Blick auf die Hinterhäuser ist eine gelungene Abwechslung zum meist sehr Auto dominierten Ausblick der Kölner Kneipen. Der Grund, warum ich Patrick in der Bude seiner Mutter treffe, ist einfach: Er hat keinen festen Wohnsitz mehr, seinen letzten in Bergisch Gladbach hat er gerade aufgegeben. Jetzt lebt er überwiegend bei Freunden, wenn er nicht gerade durch die Weltgeschichte reist. Eine Unstetigkeit, die vielleicht auch auf Afghanistan zurückzuführen ist. Nachdem er T1 gemustert wurde und seine Verweigerung abgelehnt worden war, wurde Patrick nämlich sofort nach Afghanistan einberufen. Eine Reise, auf die er sich nicht lange mental vorbereiten konnte. Während damals eine Welt für ihn zusammengebrochen war, sieht er heute vieles anders. Afghanistan und die Erfahrungen, die er dort gemacht hat, haben ihn seiner Meinung nach zu dem gemacht, was er heute ist. Knapp ein Jahr blieb er dort und patrouillierte als Sondereinheit der Luftwaffe mit dem Kampfmittelräumdienst. Erzählen kann er also genug von Rohrbomben oder verletzten Kameraden. Vielleicht einer der Gründe, warum der Alltag ihm heute oft zu eng und konsumbezogen erscheint. Vielleicht ist genau das auch der Grund, warum er gerade seine Fahrradreise durch Europa vorbereitet und von einem Leben als Aussteiger und Selbstversorger in einem italienischen Bauernhof träumt. Beim Betreten von Räumen und Kneipen erst einmal die Menschen, Fluchtwege und Räumlichkeiten zu checken, konnte er sich bis heute noch nicht wieder abgewöhnen.

Köln war dabei immer eine Art Rückzugsort, an den er zurückkam, um seine Freunde zu treffen. Durch die Nacht zu ziehen und mit ihnen zu trinken. Nicht selten endeten seine Nächte hier in den frühen Morgenstunden. Etwas, was er an Köln liebt und was ihn für immer mit dieser Stadt verbindet. Nicht nur weil seine Mutter hier wohnt.


Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Erstes eigenes offizielles Kölsch mit 12 vom Papa

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
SestersKölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
In einem auf 4 Grad gestelltem Kühlschrank

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Nach dem man irgendetwas geschafft gemacht oder getan hat. Auch wenn es Schuhe zubinden ist

Flasche oder Glas?
Glas

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Freunde und Geselligkeit

Deine schönste Kölscherinnerung?
Die schönsten Kölscherinnerungen sind verbunden mit Sommertagen und Parks, mit Freunden und einem Grill der auf Hochtouren fertiges Fleisch produziert

Kölsch: Reissdorf Kölsch 0,33
Wo: Wohnung von Patricks Mutter

[flexiblemap address=“ Ernastraße 22, 51069 Köln“ title=“Blakonien“ width=“100%“]

Lomo'Instant Wide White

Wir lieben Instax! Das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Wer jedoch seine Kreativität mal auf die Probe stellen will, kommt mit der Instax Wide von Fujifilm schnell an die technischen Grenzen der Kamera. Genau hier kommt die etwas teurere Lomo’Instant Wide von Lomography ins Spiel. Die Kamera ist praktisch baugleich und lässt sich ebenfalls mit den Fujifilm Instax Kassetten füttern, verfügt aber über ein paar kleine Details, die die Kamera um einiges besser machen.

Mehrfachbelichtungen, Auslöser im Objektivdeckel und Langzeitbelichtungen sind nur drei dieser kleinen aber feinen Produktfeatures. Studiofotografen freuen sich besonders über den Anschluss eines externen Blitzgerätes, welches noch einmal ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten zulässt.

Mit im Lieferumfang der Kamera enthalten sind übrigens auch direkt zwei Zusatzlinsen für besondere Weitwinkelaufnahmen und intensive Close-Ups enthalten. Die werden einfach auf die eingebaute Linse geschraubt und sorgen so für vollkommen neue Bildcharakteristik.

Auch wenn die haptische Qualität der Lomo’Instant Wide an einen klobigen Plastikklotz erinnert, macht sie Dank ihrer vielen kleine Features richtig Spaß. Da verzeiht man murrend auch gerne das etwas klobige Design und die billige Plastikverarbeitung. So viel Gestaltungsmöglichkeiten bietet aktuell jedenfalls keine andere Instant-Kamera auf dem Instax-Markt.

PS: Wer es etwas schöner will, greift zur Lomo’instant Wide Central Park Edition in Braun/Silber.

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Alle technischen Details im Überblick gibt es hier auf der Produktseite von Lomography.

Transparenz: Ein Dank an dieser Stelle an Lomography, die uns das Produkt für unseren Test zur Verfügung gestellt haben! Wenn auch Du ein richtig cooles Produkt am Start hast, lass es uns wissen!

#035 – Auf ein Kölsch mit Hildegart

Auf zum ersten “auf ein Kölsch” mit einer Kunstfigur. Im artheater treffe ich Hildegart Scholten. Die Dame, die als Moderatorin jeden Montag durch Kunst gegen Bares führt, fördert und zusammen mit Kollege Gerd Buurmann das Projekt vor vielen Jahren ins Leben gerufen hat. Es ist gerade Pause im Bühnenprogramm und wir sitzen auf den schönen Selfmade-Paletten-Sesseln des Artheaters, während Gäste und Künstler den Raum füllen und ihren Durst für die zweite Hälfte der Show stillen.

In Westfalen auf einem Bauernhof mit 14 Geschwistern aufgewachsen verschlug es sie nach unzähligen Umzügen nach Köln. Einen guten Ort für Frauen in ihrem Tätigkeitsbereich, wie sie findet. Ihren Job beschreibt die sympathische und sehr intelligente Hornbrillenträgerin mit dem einfachen Wort der Ansprechpartnerin. Sie ist Ansprechpartnerin. Für viele. Jeden und irgendwie keinen. Ihr Traum war es schon immer, an einer Schlange von Menschen vorbeizuschlendern, die vor den Türen eines Clubs auf sie warten. So wie heute und wie fast jeden Montag vor den Türen des artheaters, wenn mal wieder “Kunst gegen Bares” aufstrebenden Künstlern eine Bühne bietet.

Gefallen hat sie in den letzten Jahren aber nicht nur an Kölns Bühnen, sondern auch an den städtischen Eckkneipen gefunden, in denen man ihrer Aussage nach wirklich immer gute Gesprächspartner findet und in denen Frau den Abend bei kühlem Kölsch entspannt ausklingen lassen kann.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Im Karneval.

Deine Lieblingskölsch Sorte heiß?
Kölsch.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Wo die Leute nett sind.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Im Sommer draußen mit Freunden.

Flasche oder Glas?
Glas.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
“Drink doch ene mit.”

Deine schönste Kölscherinnerung?
In der Kneipe an der Ecke, Premiere meines Soloprogramms.

Kölsch: Sion Kölsch 0,2 1,70 Euro
Wo: artheater Köln

[flexiblemap address=“Ehrenfeldgürtel 127, 50823 Köln“ title=“Artheater“ width=“100%“]

#034 – Auf ein Kölsch mit Basti

Eigentlich ziemlich gut, wenn ein Brauhaus mit dem Titel „Brauhaus ohne Namen“ deine Stammkneipe ist. Genau hier bin ich heute auf der Schäl Sick mitten in Deutz nur unweit der Severinsbrücke mit Basti verabredet. Der gebürtige Bergisch Gladbacher war natürlich schon immer der Domstadt verbunden, nicht nur wegen seiner Liebe für den Fußball. Als Deutzer stört es ihn mit seiner Laufstrecke am Rhein auch gar nicht, dass er auf den Dom blicken darf. Im Gegenteil, auch er ist großer Fan der „falschen Rheinseite“, Obwohl er täglich ins Büro einer Kölner Brauerei pendelt, wo er als Produktmanager das für ihn beste Bier der Stadt unters Volk bringen darf.

Genau so überrascht wie über die Größe des Brauhauses, was sich wie ein Schlauch ins Haus hineinzieht und hinten einen kleinen Innenhof beherbergt, in dem wir uns bei den Temperaturen liebend gern niederlassen, bin ich auch über unsere gemeinsame Herkunft aus dem Bergischen.

So verwundert es mich nach wenigen Minuten auch nicht mehr, dass Sebastian der Versicherungsbranche relativ schnell den Rücken kehrte und nach dem Studium lieber zum VfL Gummersbach ins Sportmanagement wechselte. Ähnlich wie die Liebe zur Domstadt zieht sich eben auch der Sport als Konstante durch sein Leben. Und als geselliger Sportler ist die Getränkeindustrie in Köln dann ja auch nicht mehr weit. Wir trinken also so einige Kölsch im Biergarten des „Brauhaus ohne Namen“. Die Holzkonstruktionen unter den Sonnenschirmen verraten bereits, auch hier hat man sich schon auf die Übertragung der EM-Spiele vorbereitet. Auch Sebastian kann sich noch an so einige Länderspiele erinnern, denen er hier mit Freunden und Fremden entgegen gefiebert hat. Und  so dauert es auch nicht besonders lange, bis Sebastian und der Köbes sich schon mit unseren scheinbar reisenden Sitznachbarn bekannt gemacht haben.

Weil es heute hier kein EM-Spiel zu sehen gibt, schaffen wir in der Abenddämmerung den Absprung in die eigenen vier Wände, während sich das BON – wie es von den Kennern nur genannt wird – so langsam mit seiner Stammgästen füllt, obwohl es eigentlich schon den ganzen Abend über nicht leerer geworden zu sein scheint.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
’98 vielleicht?

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Gaffel Kölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Wein- und Bierhaus Vogel, Eigelstein

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Am späten Nachmittag mit 3-4 Jungs/Kollegen am Tisch, ohne Anschlusstermine.

Flasche oder Glas?
Glas

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Die einzige Sprache, die man trinken kann.

Deine schönste Kölscherinnerung?
..da gibt es viele! Aber jeden Tag mit einem Lächeln in die Lieblingsbrauerei zu fahren, ist eine bleibende.

Kölsch: Gaffel Kölsch, 0,2
Wo: Brauhaus ohne Namen

[flexiblemap address=“Mathildenstraße 42, 50679 Köln“ title=“Brauhaus ohne Namen“ width=“100%“]

#033 – Auf ein Kölsch mit Joanna

Auf der Richard Wagner Straße treffe ich Joanna. Hier wohnt die 25-jährige seit einigen Monaten. Inzwischen auch endlich nicht mehr nur zur Zwischenmiete. Praktisch, denn mit der Wohngemeinschaft liegt direkt eine von Kölns bekanntesten und wahrscheinlich größten Kneipen vor der eigenen Haustür. Genau dort wollen wir auch eigentlich hin, als wir dann dank der letzten Sonnenstrahlen ein Wegbier und den Aachenerweiher doch vorziehen. Eine Entscheidung, die uns später noch einmal einholen soll. Die leeren Bierzeltgarnituren verraten, dass EM ist, auch wenn dank des durchwachsenen Wetters über den Tag hier heute keiner die Spiele verfolgt. Während am Himmel wieder dunkle Wolken aufziehen, quatsche ich mit Joanna über ihre Arbeit beim Fernsehen, wo sie als Junior Redakteurin für ein Immobilienformat arbeitet. Den Weg ins Fernsehen hat sie aber nicht in Köln gefunden. Im nordischen Hamburg arbeitete sie das erste Mal für eine Fernsehproduktionsfirma.

Da sie in Hamburg aber nicht richtig angekommen ist, zögerte sie auch nicht lang, als das Jobangebot aus Köln kam. Natürlich fühlt sich sich hier wohl, antwortet sie lachend. Aber auch Osnabrück hat Joanna gut gefallen. Sie schwärmt von ihrer Studentenzeit dort, auch wenn für sie ganz klar ist: aus Köln geht sie nicht mehr weg. Für sie ist Köln mit seinen kurzen Wegen die perfekte Kombination aus einem zu kleinen Osnabrück und einem zu großen Hamburg. Während wir so quatschen und an unserem Kölsch nippen, wird der Wind mehr und der Himmel dunkler.

Ähnlich überraschend wie Joannas Vorliebe für Osnabrück ist auch ihre studentische Ausbildung. Wer hätte gedacht, dass die Fernsehfrau, zuvor Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Sportpolitik studiert hat und sich irgendwann auch wieder den Präventionsmaßnahmen im Leistungssport widmen will (Doping). So richtig seine Zukunft planen kann man beim Fernsehen schließlich nicht – will die junge Wahlkölnerin aber auch gar nicht, solange ihr die Arbeit noch Spaß macht und sie so ein gutes Verhältnis zu ihren Kollegen pflegt.

Jetzt hat uns auch der Regen eingeholt und wir verlassen fluchtartig die letzte Bank in Richtung Pavillon, bevor wir uns dann doch für ein letztes Kölsch in der Wohngemeinschaft entscheiden.

Dein erstes Kölsch hast du wann getrunken?
In Aachen bei meiner Cousine hab ich mit 14 (+-?) das erste Kölsch gekippt.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Mühle ganz klar

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
an jedem Kölner Büdchen.

Wann lässt sich Kölsch am Besten trinken?
wenn man Bierdurst hat

Flasche oder Glas?
kommt aufs Bier an. Generell eher Flasche.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
neue Heimat.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Jede Kölschgelegenheit die openair stattgefunden hat.

Kölsch: Mühlen Kölsch, 0,5
Wo: Aachener Weiher

[flexiblemap address=“50.935133, 6.929302″ title=“Biergarten am Aachner Weiher“ width=“100%“]

#032 – Auf ein Kölsch mit Simon

Das Uni-Center in Köln gehört zu den höchsten Wohnhäusern Europas, wer von unten hochschaut, weiß genau, warum hier gerne Menschen runterspringen. Es ist ein Ungetüm von Beton. Nach einem kurzen Anruf bei Simon, lässt mich der Pförtner zu einem der unzähligen Aufzüge durch und ich bin gespannt, was mich erwartet. Im richtigen Flur angekommen erwartet mich Simon im sonnigen Hawaiihemd in seiner Tür und empfängt mich grinsend. Sein Wunschbier habe ich direkt im Kiosk neben der der Eingangstür zum UniCenter gekauft und auf seinem Balkon mit Blick über Köln öffnen wir das erste Reissdorf, während die Sonne gerade untergeht.

Simon kommt nicht aus Köln, hat aber genau auf einem dieser UniCenter Balkone vor Jahren seinen ersten Abend in Köln verbracht. Zu Besuch bei einem Freund, feierten sie auf seinem Balkon dem Sonnenuntergang entgegen. Mit etwas Vorstellungskraft könnt ihr euch denken, dass die Stadt wohl keine bessere Werbung für sich hätte machen können. Wenig später zog Simon dann auch nach Köln und begann nach seiner klassischen Ausbildung zum Industriemechaniker auch seine Arbeit als Pfleger. Andy, ein guter Kumpel wohnt nur zwei Türen weiter und ist auf den Rollstuhl angewiesen. Ihn unterstützt er helfend im Alltag, und er war auch einer der Gründe, warum es den gebürtigen Schwaben irgendwann nach Köln zog. Wie vielseitig die Interessen Simons sind, lässt sein Lebenslauf auf den ersten Blick für ihn sprechen. Und damit meine ich nicht nur sein Faible für hawaiianische Massagen, die er in den luftigen Höhen seines Appartments anbietet, sondern auch seinen Musikgeschmack zwischen Metal und Goa. Dass er auch noch für Erziehungs- und Bildungswissenschaften ein Jahr durch Asien gereist ist, um sich bei unterschiedlichen sozialen und ökologischen Projekten zu engagieren, ist da nicht weiter verwunderlich und vielleicht einer der vielen kleinen Gründe, die Simon zum perfekten Kölsch-Trink-Partner machen. Aktuell schriebt er übrigens an seiner Doktorarbeit im Bereich Gesundheitspsychologie. Verrückt!

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Das war um die Jahrtausendwende, während meines Zivildienstes.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
Küppers… Ansonsten Reissdorf

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Bei mir auf dem Balkon

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Generell immer – aber besonders lecker schmeckt es an Karneval in Düssseldorf

Flasche oder Glas?
Glasflasche

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit dem Bauchnabel einer schönen Frau

Deine schönste Kölscherinnerung?
Siehe oben

Kölsch: Reissdorf Kölsch 0,33
Wo: Uni-Center, 20. Etage, Balkon

[flexiblemap address=“Luxemburger Str. 124, 50939 Köln“ title=“Uni-Center, 21. Etage“ width=“100%“]

#031 – Auf ein Kölsch mit Nils

Direkt am Ebertplatz wohnt Nils in seiner klassischen Souterrain Wohnung. In einer Kombination aus Wohn- und Probezimmer empfängt mich Nils auf ein Flaschenkölsch. Seit 4 Jahren wohnt der groß gewachsene Schauspieler und ehemalige Dozent nun schon in Köln, aufgewachsen ist Nils nämlich mit seiner deutschen Mutter und seinem britischen Vater im bergischen Marienheide. Seine Liebe zur Musik und dem Schauspiel hat der 33-Jährige schon sein Leben lang, getraut alles auf diese Karte zu setzen, hat er sich allerdings erst jetzt und schmiss vor zwei Jahr seine sichere Dozentenstelle an der Uni, um endlich seinen Traum zu verwirklichen. Erst absolvierte er seine Schauspielausbildung, jetzt widmet er sich der Musik. Der Aufnordung einer kleinen Kostprobe kommt er gerne nach und spielt zwei seiner Gedichtvertonungen am E-Piano vor. Ein weiterer Vorteil dieses absoluten Wohnungsglücksgriffs. Nicht nur, preislich. Auch seiner musikalischen Leidenschaft kann er hier nachgehen, ohne dass sich die Nachbarn beschweren. Eine echte Seltenheit. In der nächsten Zeit will Nils aber nicht nur in seinem Wohnzimmer musizieren. Sein Bandprojekt Lelaina, das er 2009 mit einer Freundin begonnen hat und welches mittlerweile auf fünfköpfig Größe gewachsen ist, ist zum neuen Mittelpunkt seines Lebens geworden. Zusammen mit der Schauspielerei seinen Lebensunterhalt auch in Zukunft zu verdienen ist sein großes Lebensziel. Auch wenn das alles sich noch so ungewiss anfühlt, eine bessere Entscheidung kann sich Nils nicht vorstellen.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?An das genaue Datum erinnere ich mich nicht mehr, aber ich war ungefähr 12 und war für Gott sei Dank nur sehr kurze Zeit in meinem Heimatort bei den Jungschützen. Das hab ich gemacht, um dazuzugehören, denn wenn man nicht mit den anderen Jungs trank, wurde man kritisch beäugt und es wurde einem nahegelegt, gefälligst mitzutrinken.Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?ReissdorfDas leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?Überall da, wo es frisch gezapft ist.Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?Im Sommer draußen mit Freunden.Flasche oder Glas?Flasche beim Tanzen, großes Glas am Tisch.Mit was verbindest du Kölsch als erstes?Als erstes sehe ich die 0,2l-Gläser in einer rustikalen Kneipe in meinem Heimatort.Deine schönste KölscherinnerungDas erste Bestellte zu Beginn meines Studiums im Biergarten in Siegen mit einer sehr guten Freundin.

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Kölsch: Reissdorf Kölsch vom Kiosk 0,33
Wo: Ebertplatz

[flexiblemap address=“Ebertplatz, Köln“ title=“Ebertplatz“ width=“100%“]

#030 – Auf ein Kölsch mit Daniel

Im Harp trifft Kölner Kneipenkultur auf das Flair eines klassischen Irish Pubs. Schlecht gerahmte Bilder und eine verwinkelte Struktur machen „The Harp“ schon beim Eintreten sympathisch. Hier direkt an der Venloer Str. kurz vor dem Stadtgarten bin ich mit Daniel verabredet. Wir sind uns irgendwann mal zufällig über den Weg gelaufen. Leute, die Leute kennen eben. Seine Arbeit als Sounddesigner und Komponist machte ihn für mich besonders interessant, weil ich sonst keinen Einzigen kenne. Er übrigens auch nicht. In Köln fallen ihm vielleicht noch zwei weitere ein. Auf meine Standardfrage, ob er sich vorstellen kann, jemals aus Köln wegzuziehen antwortet er ziemlich selbstsicher.„Auf keinen Fall. Mir gefällt’s hier. Hier hab ich meine Freunde, ich kenne die Stadt und hab meine beruflichen Kontakte. Für den Rest kann ich reisen“.

Klare Aussage vom in Dormagen geborenen Wahlkölner, der erst kürzlich vom Zülpicher Platz in Richtung Hansaring gezogen ist. Dort wohnt er in einer glücklichen WG mit Fenster zu den Ringen. Am Wochenende ist das etwas anstrengend und es wird auch gerne mal laut, weswegen er schon wieder den nächsten Umzug plant. Vielleicht in die Südstadt? Hauptsache etwas ruhiger. Nicht unwichtig, wenn Daniel in seinen eigenen vier Wänden auch gerne mal nachts an der passenden Musik für Clips, Videos und Bewegtbild arbeitet. Hin und wieder kann man den Mützenfan übrigens auch live als MC auf Drum and Bass mit DJ-Set erleben. Meist in Köln. In und wieder aber auch Deutschland weit. Sogar nach London wurde Daniel mal gerufen, um nachts seine Textkünste auf Beats zum Besten zu geben.

Als wir uns nach ein paar Bier verabschieden, steht schon sein Mitbewohner vor der Tür des Harps. Wir geben uns die Klinken in die Hand und ich verabschiede mich in Richtung U-Bahn-Station am Friesenplatz.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Ich glaube so mit 13, hat ganz furchtbar geschmeckt 

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Ne Mühle geht immer

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Da wo sich meine Jungs und ich sich treffen

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Wenn die Gang eskalieren will 

Flasche oder Glas?
Glas 

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit der f*cking besten Stadt der Welt 

Deine schönste Kölscherinnerung?
Der  1.FC Köln war wieder in die erste Liga aufgestiegen. Ganz Köln ist durchgedreht. Ich habe mehr Bier rum geschmissen als getrunken glaub ich. Im Umkreis vom Stadion und später auf den Ringen gab es irgendwann kein Kölsch mehr an den Kiosken. Einfach alles weg gesoffen. Das muss man sich mal vorstellen: Kein Kölsch…in keinem Büdchen…in Köln….! Wir haben dann Schnaps getrunken. Eigentlich ne traurige Geschichte. Danke Jens und Toi für den geilen Abend! Comon FC !

Kölsch: Gilden Kölsch 0,2l , je 1,30 € vom Kiosk
Wo: The Harp Irish Pub

[flexiblemap address=“Venloer Str. 22,50672 Köln“ title=“The Harp Irish Pub“ width=“100%“]

Der Grip-Head Enterprise von Sunbounce

Regel Nummer 1 für Fotografen: Nie aber auch nie reichen die eigenen zwei Hände am Set aus. Also bleiben nur helfende Hände in Form eines Assistenten oder wildes jonglieren. Wer keinen Bock auf Assistenten hat, kann aber auch auf technische Helferlein zurückgreifen. Zum Beispiel dem Grip-Head Enterprise von Sunbounce. Mit dem kleinen Aluminiumbrocken lassen sich die Sunbounce Reflektoren ganz bequem auf Stative schrauben und ausrichten – ergo: Das Stativ hält ab jetzt den Reflektor für Euch in Position und ihr habt eine freie Hand mehr. Gerade bei festen Setups eine ganz sinnvolle Sache.

Passend für die zwei Rohrdurchmesser (22 mm und 25 mm) können die Sunbounce Reflektoren eingespannt werden, ohne dass ihre Aluminium Rohre zerquetscht oder verbogen werden. Auch ein Argument, hier nicht auf Nachbauten oder Imitate zurückzugreifen. Im Handumdrehen kann der Grip-Head übrigens auch um die eigene Achse gedreht werden und so den Reflektor neu ausrichten. Primitiv, einfach aber funktional. Ein wenig wie das Fahrrad an sich, aber das ist eine andere technische Geschichte.

Preislich liegt die helfende Hand aus robustem Aluminum bei ca. 80,- (aktueller Amazon-Preis liegt bei 72,- Euro)

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Transparenz: Der Grip-Head wurde uns von den Freunden von California Sunbounce für diesen kleinen Vorstellungsbericht zur Verfügung gestellt.

#029 – Auf ein Kölsch mit Adrian

Mit drei Mitbewohnern teilt sich Adrian (nur ich nenne ihn Ähdrian) seine großzügige und moderne WG direkt an der Aachenerstraße. An der Ecke zur Moltkestraße mit Blick auf das Subway ragt das alte Schlachthaus in die Höhe und beheimatet insgesamt vier WGs auf vier Stockwerken. Adrian wohnt im 2. Stockwerk und hat die Hälfte seines Zimmers mit einem Kicker zugestellt. Das hat einen guten Grund, denn nach seinem Umzug vor 4 Jahren aus einem Bielefelder Vorort in die Rheinmetropole begann er relativ zügig mit dem ambitionierten Kickern. Inzwischen spielt er für das Grünfeld (offizieller Teamname: HiHi-Grünfeld), welches sich ebenfalls nur unweit seiner Wohnungstür auf der Aachnerstraße findet, in der Kölner Kneipenliga. Da muss natürlich regelmäßig trainiert werden. Zwischen Kölsch und Musik gibt er mir eine kleine Kostprobe. Natürlich habe ich rein gar keine Chance, lass mir bereitwillig aber sofort die besten Techniken und Tricks am Kickertisch erklären.

Wie die meisten anderen in seinem Alter, zog auch das Studium den Mediengestalter nach Köln. Für ihn ein guter Anlass, endlich das ländliche Bielefeld zu verlassen. Wenn Adrian nicht gerade durch die Welt reist oder eben in den Kneipen Kölns um die beste Ligaplatzierung zockt, arbeitet er als freiberuflicher Designer. Er baut Websites, layoutet Flyer und macht eben das, was moderne Medienmenschen in Köln so tun. Wird ihm langweilig, stellt er irgendwelche Partyreihen mit seinen Freunden auf die Beine. Umtriebig beschreibt Adrian wohl am Besten. Zum Abschluss darf ich sogar noch einmal kosten. Von den neuen Longdrinks von Marc & Philipp, das Kölner Startup füllt die beliebtesten Longdrinks nämlich jetzt in handliche Flaschen ab. Super frisch, super lecker. Natürlich war auch Adrian nicht unbeteiligt. Flyer, Produktfotos…Ihr wisst ja. Köln. Medienstadt eben.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Vor 7 Jahren, als die ersten Freunde in die wundervolle Stadt gezogen sind.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Kaltes Früh oder kaltes Reissdorf.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Am Aachener Weiher, nach dem Feierabend im Sonnenuntergang.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Abends beim Kickern natürlich.

Flasche oder Glas?
Glas und vom Fass!

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
„Großstadt“ Köln & dass es die beste Entscheidung war herzuziehen.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Rapbattles mit Clueso & Freunden morgens um 7Uhr in der Küche.

Kölsch: Reissdorfkölsch 0,5l , je 1,50 € vom Kiosk
Wo: Adrian’s WG-Zimmer

[flexiblemap address=“Moltkestraße 65A, 50674 Köln“ title=“Adrian’s WG-Zimmer“ width=“100%“]

Die Sun-Bounce Familie

Mit der Sonne Pingpong spielen! Die Sun-Bounce Familie von California Sunbounce macht es möglich – und das schon seit Jahren erfolgreich. Wovon ich rede? Von diesen Produkten, die auch ungenutzt eine gute Figur machen. Ein Rahmen aus Aluminium und die passende Bespannung machen aus den Einzelteilen einen Tischtennisschläger fürs Sonnenlicht. Wer’s verstanden hat, träumt nie wieder von einer Softbox.

Mit etwas Übung ist in wenigen Minuten aus einem unscheinbaren schwarzen Umhängesack mit der Aufschrift „California Sunbounce“ ein Reflektor geworden. Federleicht. Denn dank dem patentierten Rahmensystem ist ein Sunbounce Reflektor mit ziemlicher Sicherheit leichter als deine Kamera mit Batteriegriff.

Aus inzwischen vier verschiedenen Größen bestehend, stellt sich die SunBounce Familie den Ansprüchen von Reisenden (Traveler Mini, 60×90 cm) genauso gut, wie denen des Großproduzenten (Sun-Bounce Big, 180x 245 cm). Das erklärt auch die großzügige Auswahl an Bespannungen. 6 verschiedene Farbvarianten für verschiedene Lichtcharakteristiken stehen für jeden Reflektor zur Auswahl und lassen sich genauso schnell tauschen, wie der Rahmen aufbauen. Von Gold bis Silber. Von Schwarz bis Weiß. Jeder von ihnen beidseitig nutzbar.

All diese Details machen die Sun-Bounce Reflektoren zu dem, was sie sind. Intelligente Produkte für den täglichen Einsatz. Euer Assistent wird es Euch danken, denn wer einmal mit einem riesigen 5in1 Reflektor in den Wellen des mallorquinischen Meeres stand, weiß es zu schätzen, wenn sich der Reflektor nicht ständig mit Wasser füllt und zu einem leicht übergewichtigen Begleiter mit übergroßen Wassersäcken mutiert, der nur noch von einem Plastikreißverschluss gehalten wird und dich zum Spielball der Wellen werden lässt.

Hier seht ihr übrigens noch mal den Sun-Bounce Mini und den Sun-Bounce Pro im direkten Größenvergleich.

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Transparenz: Die Freunde von California Sunbounce hat uns die beiden Produkte unentgeltlich zur Verfügung gestellt, damit wir sie Testen und Bewerten konnten.

#028 – Auf ein Kölsch mit Nils

Ein kleiner Fakekreisverkehr gibt die Sicht auf den Eingang des „goldenen Schusses“ frei. Unweit vom Friesenplatz liegt die alternative Fußballkneipe direkt an der Kreuzung der Antwerpener- und der Brüsseler Str. Hier bin ich mit Nils verabredet. Der goldene Schuss ist nämlich die Stammkneipe, wo der Burscheider sich immer mit seinen Kumpels zum Fußballgucken trifft. Als aktiver Kicker ist das kein großes Wunder. Auch heute ist er nach unserem Kölsch wieder mit seinen Jungs verabredet. Nach dem Spiel geht’s für ihn dann Heim, wo er für Innenstadtverhältnisse fast ländlich wohnt. Auch ihm macht das tägliche Pendeln für seine Uni nichts aus, an der er in Köln Design studiert mit dem Ziel später einmal Filme zu machen. So richtig reizt es ihn auch nicht nach Köln zu ziehen. Nils mag es viel lieber, dass er Daheim Ruhe hat und nur dann in die Stadt fährt, wenn er Lust drauf hat.

Das Geld, was der 22-Jährige durch das Wohnen im heimatlichen Burscheid spart, gibt er lieber für Reisen um die Welt aus. Dabei hilft ihm auch sein Nebenjob als Fotomodell. Immer mal wieder wird er für Jobs gebucht und kann sich so seine Reiserei und andere Träumereien erfüllen. Auf einer seiner letzten Reise nach Südafrika hat er angefangen an einem kleinen Buch zu schreiben. Über das Reisen und den Weg zu sich selbst. Immer wenn er gerade in der Stimmung ist, schreibt er daran weiter. Auch wenn das Projekt in seinen Augen noch lange nicht abgeschlossen ist, ein bisschen träumt er schon davon, es irgendwann in kleiner Auflage drucken zu lassen und dann endlich mal so richtig in den Händen halten zu können. Eine schöne Idee, mit der ich mich wieder aus dem Schuss verabschiede, bevor seine Kumpels eintreffen und die Spielübertragung beginnt.Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Wohl etwas zu früh, im selbstgebauten Baumhaus bei einem alten Freund

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Mühlenkölsch & Päffgen Kölsch, alternativ Hefeweizen mit zwei Zitronenscheiben

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Überall dort, wo ich mich wohl fühle

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Im Sommer nach dem Sport

Flasche oder Glas?
Flasche

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Sonne, Freunde & Musik

Deine schönste Kölscherinnerung?
Einer dieser magischen Abende mit meinen Jungs am Lagerfeuer

Kölsch: Frühkölsch 0,2l , je 1,50 €
Wo: Zum goldenen Schuss

#027 – Auf ein Kölsch mit Can

Heute ist die All Bar One das Ziel meiner Reise. Als ich die Haltestelle Friesenplatz verlasse, wartet mein heutiger Kölsch-Gast schon. Can sitzt als einer der Letzten noch draußen und blickt unter einem der mit Heizstrahlern ausgestatteten Sonnenschirme auf den Verkehr. Das machen er und seine Frau gerne, wenn sie mal den Sohn irgendwo untergebracht haben. Sie setzen sich in einer der unzähligen Bars und Kneipen und beobachten das wilde Treiben des Kölner Stadtverkehrs. Seitdem sie ihr Haus in Widdersdorf gekauft haben, kommen sie da viel zu selten zu, sagt Can. Eigentlich schade. Die Arbeit brachte den Halbtürken nach Köln, inzwischen hat er hier Wurzeln geschlagen und schon seinen zweiten Job bei einem in Köln ansässigen Stromanbieter. Ob das für immer so bleibt, weiß er nicht, er mag es, sich immer mal wieder umzuorientieren. Daran ändert auch das im ländlichen Neubaugebiet von Widdersdorf gelegene Haus nichts. „Die Anbindung ist ganz gut, von daher..“  sagt Can.  Den gemeinsamen Sohn ziehen seine Frau und er ganz nebenbei zweisprachig auf. So lernt er schon von Geburt an von beiden Kulturen.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
2006 nach meinem Umzug nach Köln bei der ersten Studentenwohnheim-Party. Die fand am Rathenauplatz statt. Davor war ich Bierhasser.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heiß?
Früh!

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung naach wo?
Ganz ehrlich? An jedem Kiosk in der Innenstadt. Ich hab auch schon das Kölsch frisch gezapft bei verschiedenen Brauereien getrunken, jedoch macht es für mich geschmacklich kaum einen Unterschied. Vor Allem wenn man bedenkt mit welchem Schlag Leute man in den Brauereien zusammensitzt, habe ich da nicht so recht Lust drauf. Ich bin Kölsch-Banause!

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Warmer Sommerabend, besonders nachdem man den ganzen Tag kaum Zeit hatte ordentlich etwas zu trinken. Mit trockenem Rachen und spröden Lippen mundet das Kölsch nochmals besser.

Flasche oder Glas?
Eigentlich lieber Glas. Trotzdem trinke ich meistens aus der Flasche. Ist den Umständen geschuldet.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Köln, selbstverständlich. Aber auch mit geselligen Abenden mit gesprächigen Menschen. Kölsche Art.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Am Park direkt am Rhein unterhalb des Doms, zwischen Deutzer Brücke und Hohenzollernbrücke. Mit Freunden auf der Wiese dort Gitarre spielen, Musik machen, quatschen. Dazu ein paar kühle Kölsch vom Kiosk. Die Restaurants im Hintergrund Am Bollwerk strotzen zwar vor Touristen, aber vermitteln ein Gefühl von Sommerurlaub.

Kölsch: Reissdorf Kölsch, 0,3 L / 1,20 Euro
Wo? All Bar One

[flexiblemap address=“Friesenstraße 82, 50670 Köln“ title=“All Bar One“ width=“100%“]

#026 – Auf ein Kölsch mit Tom

Ein wahrer Glücksgriff, der Tom da gelang, als er vor ein paar Jahren in die Traum-WG am Dom eingezogen ist. Mit drei anderen Mitbewohnern teilt er sich 120 qm und genießt jeden Tag den Blick auf Kölns Wahrzeichen. Eigentlich sollte das Haus schon längst abgerissen werden, doch bisher fehlte der Stadt wohl das Geld für den anschließenden Neubau. Also verlängerte sich der Mietvertrag Jahr für Jahr. Was für andere der Supermarkt ist, ist für die WG von Tom der benachbarte Kiosk in der „unter Taschenmacher“ Gasse. Hier kennt man sich. Die WG, die Besitzer. Genau deswegen sitzen wir heute auch nicht in einer von Kölns unzähligen Kneipen, sondern ziehen von Kiosk zu Kiosk. Zum Einzugsgebiet gehören nämlich direkt drei Kioske, die sich alle den Slogan „EM Hätze vun Kölle“ teilen und in selber Hand sind. Unschwer an der stets ziemlich vollen Ablage im Schaufenster zu erkennen. Tom liebt das. Ihm liegen die Menschen und ihre Geschichten am Herzen. Deswegen ist auch in der WG jeder immer herzlich willkommen. Aufgrund der guten Lage wird sie oft auch herzlich „Jugendherberge“ genannt, weil sowieso jeder Durchreisende der Jungs hier ein kurzes Zuhause findet.

Planen kann man so was natürlich nicht. Eher zufällig kam einer seiner Troisdorfer Freunde an die Bude, seitdem ist sie in festem Besitz. Bis vor Kurzem mussten die 4 nicht einmal Nachmieter für eins der vier Zimmer suchen, weil immer Freunde aus dem engeren Freundeskreis nachrutschten. Wer sich die unzähligen Zeichnungen in der WG anguckt, mit denen Tom alles etwas wohnlicher und Kreativer macht, kann sich denken, dass Tom einer von den vielen Medienstudenten ist. Allerdings nicht in Köln, sondern in Krefeld. Irgendwie hat ihm die Kölner Uni nicht gefallen, in Krefeld wohnen wollte er aber auch auf keinen Fall. Also pendelt er lieber. Bei der WG-Lage nicht ganz unverständlich, schließlich ist er sowieso in 2 Minuten am Hauptbahnhof. Nach Troisdorf geht’s aber auch in regelmäßigen Abständen zum Grillen mit den Eltern. Eine gelungene Abwechslung, obwohl Tom selbst gerne kocht und in der WG eigentlich immer irgendwer für die Mitbewohner und potenzielle Spontangäste mitkocht.

Nachdem wir unser Erstes Peters Kölsch am nächsten der drei Kioske getrunken haben, ziehen wir über die Bechergasse und den zweiten Kiosk in Richtung Heumarkt, wo sich in der Gürzenicherstr. der letzte Kiosk des Triumvirats befindet. Hier gibt’s die letzten Peters Kölsch, bevor der Abend dort endet, wo er angefangen hat, am Kiosk in der  „unter Taschenmacher“ Gasse, wo Tom seinen Mitbewohnern noch schnell ein paar Kölsch kauft.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Den ersten Schluck Kölsch habe ich wahrscheinlich von meinem Papa bekommen. Ich schätze mal da war ich 12 und es hat natürlich überhaupt nicht geschmeckt…

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Reissdorf.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
In der Salzgasse im Päffgen Brauhaus.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Nach vollendeter Arbeit, in der Sonne, mit Freunden.

Flasche oder Glas?
Flasche!

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit Köln natürlich!

Deine schönste Kölscherinnerung?
Ein Geburtstag in der verbotenen Stadt. Selbst in der Düsseldorfer Altstadt haben wir es geschafft einen Kasten Kölsch in einem Club zu ergattern.

Kölsch: Früh Kölsch 0,33, je 1,20 € (Freundschaftspreis)
Wo: Kiosk

[flexiblemap address=“Unter Taschenmacher 13, 50667 Köln“ title=“EM Hätze vun Kölle Kiosk“ width=“100%“]

#025 – Auf ein Kölsch mit Thilo

In knapp 7 Minuten bin ich mit dem Fahrrad in der Taunusstraße in Gremberg. Es regnet. Thilo steht schon vor der Tür des Lamängs. Auch nüchtern ist seine äußerliche Ähnlichkeit zur Rapstar Marteria unverkennbar. Ich schließe mein Fahrrad an und vergesse beim Quatschen doch glatt, den Schlüssel aus dem Schloss zuziehen, was im späteren Abendverlauf zu einem kurzen Herzinfarkt führen wird. Jetzt hängt er aber erst einmal ein paar Stunden im Regen rum. Vor Jahren hat Thilos Geschichte mit dem Lamäng begonnen. Die gute Anbindung an die S-Bahn machten die urige Eckkneipe zum perfekten Ort für das Feierabendbier mit seinen Kollegen. Nicht selten wachte er während seiner Ausbildung dann nachts in Gerolstein auf, weil er in der Bahn eingenickt war und seinen Halt verpennt hatte.

Inzwischen ist er nicht mehr so oft hier, arbeitet aber immer noch beim selben Logistikunternehmen. Der heute 28 jährige pendelt für seine Arbeit immer noch täglich von Erftstadt in Richtung Porz. Obwohl er die meiste Zeit in Köln verbringt, wohnt er immer noch in Erftstadt, wo er zusammen mit seinem Bruder in einem Mehrfamilienhaus, welches er mit seinen Eltern gebaut hat, lebt. Er hat sich an den Luxus von 100qm Wohnfläche zu gutem Mietpreis gewöhnt und pendelt dafür lieber zur Arbeit. In der Bahn hört er Podcasts und macht das, was man eben so macht. Instagram, Facebook. Wär das Wetter nur ein bisschen besser gewesen, hätte er den mit Bier gefüllten Rucksack irgendwo am Rhein bevorzugt, das Wetter hatte aber einen anderen Plan für uns und so sitzen wir doch in seiner alten Stammkneipe hier in Gremberg.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Viel zu jung, vermutlich so mit 11-12 Jahren, natürlich von Vater genippt.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Wenn es dann Kölsch sein muss: Mühlen Kölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
In der Braustelle in Ehrenfeld

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Am besten sobald die Temperaturen auf Höhe kurzer Hosen und T-Shirts angelangt ist, zusammen mit Freunden am Rhein oder im heimischen Garten beim Grillen.

Flasche oder Glas?
Flasche, da meistens konsumiert wenn man unterwegs ist.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Kopfschmerzen am nächsten Tag und den Sommer

Deine schönste Kölscherinnerung?
Viele sind nicht geblieben oder dürfen auf Rücksicht auf noch lebende Personen nicht erzählt werden, aber eine frisch gezapftes Kölsch im Sommer in Berlin an der Spree zu trinken war mitunter einer der schönsten Erlebnisse.

Kölsch: Reissdorf Kölsch 0,2, je 1,40€
Wo: 
Little Lui

[flexiblemap address=“Taunusstraße 9, 51105 Köln“ title=“Little Lui“ width=“100%“]

#024 – Auf ein Kölsch mit Ben

Natürlich lautet auch meine erste Frage an diesem Abend, ob er ein Benjamin oder ein echter Ben ist. Leider ist seine Antwort ernüchternd, aber nachtragend bin ich ja nicht. Dafür freue ich mich zu sehr den Bartträger unter seiner Basecap endlich näher kennenzulernen. Ins Little Lui hat er mich eingeladen, die kleine Eckkneipe, die es jetzt scheinbar erst knappe 2 Jahre gibt und die er liebevoll, als sein Wohnzimmer bezeichnet. Direkt auf der Ecke von Moselstraße und Luxemburger Str. nur unweit vom Luxor entfernt ist der Little Lui gut über den Barbarossaplatz oder die Dasselstraße zu erreichen. Jeden Donnerstag findet hier die Caribbean Corner im Nebenraum statt. Dann füllen laute Reggae-Dancehall Sounds Ben’s selbsternanntes „Wohnzimmer“ und bringen seine Gäste zum Tanzen. Als wir eintreffen ist der Raum noch relativ leer, doch er füllt sich kontinuierlich über den Abend, während ich mich begeistert den Dancehallsounds hingebe. Reggae höre ich wohl viel zu selten. An so einem Abend legen meist 2 DJs live auf, die sich nach ein paar Stunden abwechseln. Es hat seinen Grund, warum wir hier sind. Ben, mit dem ich meinen Vornamen teile, hat über Jahre hinweg mit den Raggakings eins der erfolgreichsten Reggaeinternerradios aufgebaut und geleitet, die wir in diesem Land haben. Er kann unzählige Anekdoten erzählen, von schlaflosen Nächten und den ersten Streamings von großen Festivals wie dem Summer Jam und anderen internationalen Reggaeevents. Zu einer Zeit, wo Wlan noch ein Fremdwort war und der Stream über Meter lange Kabel online ging. Eine einzigartige Zeit, die ihn rumgebracht hat und auch vor 10 Jahren aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Köln verschlug. Frankfurt war ihm zu asozial, Wiesbaden zu spießig und Mainz zu dörflich.

Inzwischen wohnt er in Junkersdorf, treibt sich die meiste Zeit aber in der Stadt herum und besucht Startup-Events oder anderen kulturellen Spaß in der Domstadt. Davon kennt Ben genug, schließlich hat er sich über die Jahre und sein Internetradio ein ganz gutes Netzwerk aufgebaut. Genau das mag er auch an Köln, die Stadt ist zwar Millionenstadt, für ihn trotzdem wie ein kleines Dorf. Irgendwann kennt jeder jeden. Das ist auch irgendwie schön und weniger anonym als Berlin. „Wär ich damals nach Berlin gegangen, und die Stadt war für mich immer ein Traum, wäre ich untergegangen“ erzählt Ben heute. Er muss das wissen. In der Blütezeit seines Radios musste er von HartzIV leben, weil das Radio nie Geld abwerfen sollte und aufgrund der rechtlichen Grauzone diese Entscheidung im Falle von Abmahnungen die sicherste Lösung war. Jetzt, wo er das Radio inzwischen an einen guten Kumpel und Mitgründer abgegeben hat, hat er endlich auch mal wieder mehr Zeit für sich. Aktuell arbeitet er selbstständig im Marketing und Vermarktungsbereich, ist demnach auch ständig an den neusten Entwicklungen im Web interessiert. Wenns ein gutes Startup gibt, könnte er sich jederzeit auch einen Umzug nach Hamburg oder jede andere coole Stadt vorstellen. Für immer in Köln bleiben, muss er jedenfalls nicht. Damit teilt er die Einstellung von vielen, die es sich bisher in der Kölner Medienbranche gemütlich gemacht haben. Wir beenden unser Kölsch-Date einige Stunden später mit dem Drink, dem er an seinem Geburtstag den Namen widmen durfte. Die sogetauften Cornerschorle mit Rum. Dürft ihr gerne mal probieren, wenn ihr in der Ecke seid, uns es Euch aus irgendeinem Grund gerade mal nicht nach Kölsch sein sollte.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Ich glaube das war auf meinem ersten Summerjam, schön warm aus der Dose

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Päffgen

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
In der Sonne im Park

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Wenn es kalt und frisch ist

Flasche oder Glas?
Glas und Pittermännchen

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Ein leeres und gleichzeitig volles Glas

Deine schönste Kölscherinnerung?
Das 50 Liter Fass, dass kurz vor Ende eines Festivals angestochen wurde und dann irgendwie noch leer werden musste.

Kölsch: Gaffel Kölsch 0,2, je 1,60€
Wo: 
Little Lui

[flexiblemap address=“Luxemburger Str. 43, 50674 Köln“ title=“Little Lui“ width=“100%“]

#023 – Auf ein Kölsch mit Lucas

Am Ebertplatz, mittendrin, bin ich mit Lucas verabredet. Der wohnt zwar gar nicht in Köln, ist aber öfters hier unterwegs. Auch die Wohnung, wo wir uns so schön Zentral mit Blick auf den Dom treffen, gehört nicht ihm, sondern seinem heutigen Model. Runa lebt ihr und beherbergt uns für unser Kölsch-Date in ihrer kleinen Küche. Lucas verdient sich mit der Fotografie nämlich neben seinem Studium etwas dazu. Macht Hochzeitsreportagen, Auftragsarbeiten und eben freie Strecken – so wie heute mit Runa. Dass Lucas also erst knappe 20 Jahre alt ist, wollte ich ihm natürlich nicht glauben. Dafür wirkt der nicht besonders groß gewachsene Mensch einfach zu reif und reflektiert. Warum er noch nicht in Köln wohnt, ist eigentlich nur seinem Medienstudium in Krefeld geschuldet. Warum er das nicht in Köln studiert, konnte er gar nicht so genau beantworten. Auf pendeln hat er jedenfalls keine Lust – nicht jeden Tag. Für größere Fotosachen darf er sich aber auch jederzeit das Auto seiner Mutter leihen. Ansonsten fährt er sowieso gerne Bahn. Gerade nach Köln,  denn Köln tut ihm immer gut, wie er selbst sagt. Die Möglichkeiten, die Menschen und die Spontanität ziehen ihn bei jedem Besuch sofort in den Bann und machen in nicht nur euphorisch, sondern auch gleich glücklich. Gerne schwärmt er von den spontanen Ausflügen in die Domstadt und die dadurch entstandenen Begegnungen. Trotzdem steht jetzt erst mal das Studium an. Sobald selbiges bestanden ist, steht einem Umzug aber nichts mehr im Weg. Da die Beiden ja noch Fotos machen wollen, müssen wir uns etwas mit dem Kölsch beeilen, was er vom Kiosk mitgebracht hat. Mit dem Kölsch ist er ja bereits vertraut, deswegen sind auch die 0,5 l Flaschen gar kein Problem. Den Kuchen von Runa rühren wir irgendwie nicht an, ärgerlich eigentlich. Sah nämlich ganz lecker aus. Nach unserem Kölsch lasse ich die Beiden ihr Zeug machen und verlasse die kleine aber sehr feine Bude wieder in Richtung Ebertplatz und Bahn.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Im Früh, dürfte 2012 gewesen sein, 11. Klasse mit meinem Lateinlehrer ?

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Reissdorf (billigstes Kölsch am Kiosk, nach 7 Flaschen hat man die 8 sozusagen umsonst)

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Beim Koksnagel, dem Kioskbesitzer am Dom, Stammkiosk von mir und meinen Freunden

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
In Gesellschaft und ohne Termin am nächsten Morgen.

Flasche oder Glas?
Kasten

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Spontantität

Deine schönste Kölscherinnerung?
Deine Ausstellung „Nudelines“ :*

Review Android Smartphone

Kölsch: Reissdorfkölsch 0,5, je 1,20€
Wo:
Wohnung

Drahtloser Musikgenuss mit dem Bowers & Wilkins Zeppelin Air

Endlich! Mit dem Bowers & Wilkins Zeppelin definierte die Marke den Musikgenuss in einer einzigartigen Formsprache neu und erschuf ein modernes Kultobjekt der medialen Einrichtung. Mit dem Bowers & Wilkins Zeppelin Air hat die Brand nachgelegt und ist nun nicht nur für Apple Geräte mit Lightning-Anschluss geeignet, sondern unterstützt auch das AirPlay-Signal der Apple Umgebung. Somit muss das Musikdevice nicht mehr in direktem Kontakt mit dem Zeppelin stehen. Per Wlan und mit wenigen Klicks im OS kann das Musiksignal stattdessen bequem aus der ganzen Wohnung an den formschönen Lautsprecher gesendet werden.

Großer Vorteil gegenüber dem Samsung Multiroom oder dem Sonos Systemen besteht darin, dass auch die System-Sounds bequem gestreamt werden können. Wer also auch YouTube Sound über den mobilen Lautsprecher aus dem Bowers & Wilkins Haushalt genießen will, darf das gerne tun. An der einzigartigen Formsprache hat sich zum Glück nichts geändert. Weiterhin benötigt der Zeppelin ausschließlich ein Stromkabel um den Dienst aufzunehmen.

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Transparenz: Die B&W hat uns das Produkt für Testzwecke zur Verfügung gestellt, damit wir es ausgiebig testen und für den Beitrag fotografieren konnten.

#022 – Auf ein Kölsch mit Moritz

Fast pünktlich treffen Moritz und ich uns am Deutzer Bahnhof nur unweit seiner Arbeitsstätte. Er arbeitet bei einem von Kölns großen Fernsehhäusern und macht als freier Mitarbeiter da so einige Sachen für Formate, die ihr wahrscheinlich kennt. Unter anderem sorgt er dafür, dass die Studios und die Studioeinblendungen so aussehen, wie sie das Abends in der Glotze eben tun. Erzählen kann er davon genug. Sein zweites Standbein hat Moritz vor Jahren in der Fotografie gefunden und ist als Hochzeitsfotograf inzwischen gut gebucht. Zielstrebig und mit einer historischen Einführung von Moritz steuern wir die alte Gaststätte Lommerzheimin Deutz an. Uhrig, klein, echt kölsch. Eigentlich eine gute Idee für unser Kölsch, leider aber so voll, dass wir uns kurzerhand zu einer Planänderung entscheiden. Mir ist das Recht, denn unser neues Ziel ist das Trash-Chic in Kalk. Eine Eckkneipe, zu der Moritz eine ganz besondere Verbindung hat. Nach seinem Abi zog der gebürtige Nippeser nämlich direkt nach Kalk, wohnte direkt neben dem autonomen Zentrum und machte in Kalk seinen Zivildienst. Das Trash-Chic war damals sein Stammlokal, welches ihn über die Jahre in Kalk begleitet hat. Schon immer etwas anderes gibt es heute auch vegetarisches und veganes Essen dort. Neben frischem Sünner Kölsch vom Fass. Die Burger im „Handmade“-Look sehen zwar unspektakulär aus, schmecken aber frisch und lecker. Kann man wirklich machen und die beste Grundlage für einen langen Kölschabend. Unweit der Kalker Hauptstraße liegt die Eckkneipe zwar etwas versteckt, ist aber dank der Anbindung mit den Linien 1 und 9 wirklich gut zu erreichen.

Als wir im Trash-Chic endlich angekommen sind und nach unserem Essen auch den gesamten Rundtisch für uns haben, landen wir schnell bei Moritz’s großer Faszination fürs Reisen. Von Tansania bis Cuba hat er fast alles gesehen, obwohl er nicht mal eine echte Travel-Bucket-List hat. Das macht er mindestens einmal im Jahr mit seiner Frau. Für einige Wochen weg, Reisen, andere Kulturen kennenlernen. Oder mit seinen Kumpels auf dem Motorrad durch Europa cruisen. Die Zeit dafür findet er vor allem durch seine relativ frei wählbaren Arbeitszeiten. Freunde und Familie waren ihm schon immer wichtig, dass er sie heute so gut unter einen Hut bekommt, macht ihn noch glücklicher. Immer wieder landen wir auch bei seiner Pfadfinderjugend, die ihn bis heute begleitet. Trotz aller Klischees haben sich viele seiner Freundschaften dort gegründet.  Zwar sind heute viele der Jungs im Land verteilt, trotzdem ist der Kontakt zu den Jungs von damals bisher nie abgerissen. Ein bisschen so wie das Trash-Chic, wo er auch Jahrzehnte nach seinem Zivildienst noch erkannt wird, obwohl er es nicht mehr so häufig hier herschafft. Wir bleiben einige Stunden in der Kneipe und ich erfreue mich an vielen seiner Reisegeschichten, bevor wir wieder in Richtung Heimat aufbrechen. Er wohnt mit seiner Frau nämlich inzwischen in der Südstadt.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Ich war vielleicht 12 und habe mir aus dem Kölschkasten meines Vaters eins stibitzt – fand ich damals ziemlich ekelig.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Mühlen – damit bin ich quasi aufgewachsen

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Da halte ich es mit Elliot Erwitt: das beste Kölsch ist immer das Kölsch das man dabei hat. (solange es kalt ist)

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Immer, aber in Gesellschaft schmeckt es am besten.

Flasche oder Glas?
Unterwegs Flasche, im Sitzen Glas

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Heimat und Nachdurst

Deine schönste Kölscherinnerung?
Da gibt es viele – als Beispiel: in Istanbul haben wir in einer Kneipe eine Leuchtreklame für Gaffel-Kölsch entdeckt und versucht eins zu bestellen. Wir haben dann einen Kaffee bekommen.

Kölsch: Sünner Kölsch 0,2, je 1,20€
Wo: das Trash-Chic

[flexiblemap address=“Wiersbergstraße 31, 51103 Köln“ title=“Trash-Chic“ width=“100%“]

#021 – Auf ein Kölsch mit Andreas

Gerne sieht sich Andreas nicht in Front einer Kamera. Er schaut lieber durch, denn mit Kameras bzw. den daraus entstehenden Bildern verdient Andreas seinen Lebensunterhalt. Deswegen ist auch dem glücklichen Umstand geschuldet, dass wir uns gerade in der Tankstelle auf der Kyffhäuserstraße zum Kölsch treffen. Die wenigste Zeit des Jahres verbringt Andreas nämlich wirklich in Köln, meist nur ein paar Tage am Stück, dann ist der hauptberufliche Fotograf wieder unterwegs. Er macht das, was sich die meisten Menschen gar nicht vorstellen können. Im Akkord fotografiert er für große Beautyhersteller Frauen, meist, haben die diese Fotoshootings beim Kauf der Herstellerprodukte gewonnen und sollen einmal glamourös abgelichtet werden – so wie sie es eben aus der Werbung kennen. Und genau da kommt Andreas ins Spiel, denn das macht er nicht nur in Deutschland, sondern auch den europäischen Nachbarländern. Dann sind die Niederlande, die Schweiz oder Italien seine Heimat. Fast das ganze Jahr ist er unterwegs. Heute Hamburg, morgen Wien. Und so weiter. Trotzdem bezeichnet er Köln immer noch als seine Heimat. Hier zu sein, bedeutet für ihn nicht zu arbeiten. Dann hat er sein kleines WG-Zimmer in Köln und nutzt die Zeit, um sich mit seinen Freunden zu treffen und auch das ein oder andere Kölsch zu trinken, wenn er als leidenschaftlicher Café-Fan nicht in einem von Kölns unzähligen Cafés sitzt. Die Vielfalt ist förmlich grenzenlos. Von neu-modern bis charmant gemütlich findet man für jeden Geschmack ein Café in Köln – sagt er. Für die Südstadt schlägt Andreas‘ Herz besonders stark. Seine restliche Zeit in Köln steckt er dann in Projekte, die seine Freunde umsetzen. Wie zum Beispiel das Veedelsfilm Festival. Diese und viele andere Erfahrungen machen Köln für ihn zu einer der freundlichsten und herzlichsten Städte, die er kennt. „Hier kann man sich nie fremd fühlen“ sagt er. Wer sich auch nur kurz mit Andreas unterhält, merkt relativ schnell, dass in dem überwiegend in schwarzen Oversize-Klamotten gekleideten Hutträger ein herzensguter Mensch steckt, der obwohl er ständig unterwegs ist, seine wahre Heimat ziemlich genau beziffern kann.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Vor circa 10 Jahren beim arbeiten in Köln

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
? Hauptsache frisch gezapft

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
In Köln

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
in Gesellschaft

Flasche oder Glas?
Eindeutig Glas!

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit Köln!?

Deine schönste Kölscherinnerung?
Kölsch schafft Erinnerungen, übergenuss nimmt sie dir aber auch gleichzeitig wieder.

Kölsch: Gaffel Kölsch 0,2, je 1,50€
Wo: Die Tankstelle

[flexiblemap address=“Kyffhäuserstraße 19, Köln“ title=“Tankstelle“ width=“100%“]

#020 – Auf ein Kölsch mit Martin

Dieses Mal geht es zum Chlodwigplatz, wo ich mit Martin auf ein Kölsch verabredet bin. Er wohnt zusammen mit seiner Frau in einer Seitenstraße des Chlodwigplatzes, Altbau natürlich. Dort soll ich ihn abholen. Hier ticken die Uhren noch etwas anders. Echter Albau eben. Martin ist gerade dabei den Ofen im Wohnzimmer anzufeuern, mit dem die beiden ihre Wohnung heizen. Das Holz wird im Keller des Hauses gelagert, dort liegt auch die Axt, um es zu verarbeiten. Einen Fernseher suche ich vergeblich, dafür gibt es direkt am Ofen zwei gemütliche Lesesessel. An der Wand hängt ein riesiger Rahmen mit Albumcover des letzten Gold-Releases, denn Martin arbeitet inzwischen schon seit 15 Jahren für das Kölner Musiklabel Rootdown. Seine Musikaffinität hat ihn auch vor Jahren in dieses Haus gebracht, als unten noch einen Plattenladen war, neben dem er gewohnt hat. Immer dann, wenn mal wieder eine Wohnung im Haus frei wurde, zog es ihn Etage für Etage nach oben. Der Plattenladen ist inzwischen Geschichte und Martin wohnt inzwischen im dritten Stock. Als der Ofen brennt, ziehen wir weiter in Richtung Gaffelstube. Die liegt direkt am Chlodwigplatz, wo Martin einen Tisch für uns reserviert hat.

Bei klassischer kölscher Küche in rustikalem Ambiente erzählt mir Martin von seiner Jugend in Bonn, wo er aufgewachsen ist und auch viele seiner prägendsten Jahre verbracht. Damals wie heute fand er das super. Die Nähe zu Köln war am Wochenende stets gut zum Feiern und unter der Woche war alles etwas überschaubarer und nicht gleich so groß wie Köln. Für eine behütete Kindheit eigentlich perfekt. Ausgeglichen hat er das dann mit einer Souterrain-WG direkt am Bonner-Bahnhof. Seine Geschichten von dieser Zeit können einen ganzen Abend füllen und sorgen immer wieder für großen Unterhaltungswert. Wenn er zum Beispiel davon erzählt, wie sich mal wieder ein Betrunkener zu später Stunde in die WG verirrte, weil er fehlgeleitet vom Licht ein etwas anderes Etablissement erwartet hat. Die Zeiten sind inzwischen lange vorbei. Vielleicht fühlt er sich gerade deswegen am Chlodwigplatz auch so wohl, wo alles fußläufig zu erreichen ist und im Vergleich zur Bonner WG deutlich ruhiger. Als wir fertig mit dem Essen sind, entschließen wir noch etwas weiterzuziehen. In der Kulturkirche in Nippes ist heute eins von unzähligen Konzerten und wir schauen Mal vorbei, mit entschiedenem Willen bekomme ich Martin ausnahmsweise sogar dazu, Kölsch aus den Plastikbechern der Location-Bar zu trinken. So etwas vermeidet er nämlich so gut es geht. Er muss das wissen. Hier und da gibt es noch ein bisschen Bier und der Abend wird länger als erwartet, wie das mit den Kölschabenden halt immer so ist.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken? 
1991 – 1 Sixpack, 3 (zu junge) Jungs und die Tischtennisplatte auf unserem Schulhof (Nachmittags!). Ich glaube es hat keinem geschmeckt, aber zugegeben hat es auch keiner.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt? 
Ich kann mich zwischen Gaffel & Reissdorf nicht entscheiden.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Generell in den Brauhäusern. Kalt, frisch, schnell..

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken? 
Im Sommer! Kalt, frisch, schnell..

Flasche oder Glas?
Glas (im vertrauten Etablissement)

Mit was verbindest du Kölsch als erstes? 
„Dis wo ich herkomm“

Deine schönste Kölscherinnerung? 
1 Sixpack, 3 (zu junge) Jungs und die Tischtennisplatte auf unserem Schulhof (Nachmittags!). Ich glaube, es hat keinem geschmeckt, aber zugegeben hat es auch keiner.

Kölsch: Gaffel Kölsch 0,2 L 1,40€
Wo: Gaffelstube

[flexiblemap address=“Chlodwigplatz 11, Köln“ title=“Gaffelstube“ width=“100%“]

#019 – auf ein Kölsch mit Britta

Draußen ist es schon ziemlich dunkel, im Spiegelraum des Feynsinn’s aber nicht. So, wie ich diese kleine Ecke des eigentlich recht großräumigen Cafés ab jetzt nenne. Die drei riesigen Spiegelwände die eine Art kleinen Raum innerhalb des direkt am Rathenauplatz Ecke Heinsbergstraße unweit des Zülpicherplatzes liegenden Cafés scheinen auch den ein oder anderen Stammgast zu verwirren, wie mir Britta auf meinen etwas irritierten Blick sofort entgegnet. Nicht selten wird dann schon bei der Tischreservierung angemerkt „aber nicht vor einem Spiegel, bitte“. Ich finde das lustig, für die Fotos des Abends sind die Spiegel nämlich perfekt. Ich glaube, es ist das hellste „Auf ein Kölsch“.

Letztes Jahr hat Britta hier als neue Leiterin im Feynsinn angefangen und es schnell lieb gewonnen und ist inzwischen maßgeblich dafür verantwortlich, dass vieles funktioniert, nachdem sie zuvor bereits als Kellnerin in anderen Kölner Cafés gearbeitet hat. Eigentlich ist Britta nämlich gelernte Hotelkauffrau, doch der Umgangston dort, vertrieb sie nach ihrer Ausbildung in Hamburg schnell  in die Gastronomie. Hier gefällt’s ihr besser, gerade in Köln und besonders mit ihrem Team. Nach Umwegen aus der Frankfurter Heimat über Hamburg hat die Liebe sie in die Domstadt verschlagen – auch wenn es nicht von langer Dauer sein sollte. Bereuen tut sie nichts davon. Inzwischen wohnt sie schon einige Jahre hier und will auch nicht mehr weg. Hin und wieder geht es zwar noch zu den Eltern in die Heimat, ansonsten treibt es sie aber nur noch zum Urlaub oder der Pflege ihrer großen Musikliebe aus der Stadt. Für Festivals, Konzerte und anderen Spaß eben. Nach ein paar frisch gezapften Früh-Kölsch verziehen wir uns aus dem Feynsinn und kehren den Spiegeln den Rücken.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Schätzungsweise 2008, mit großer Sicherheit auf der Straße

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Hui schwierig. In meiner anfänglichen Kölschvergangenheit war es immer das Reissdorf vom Büdchen. Aber Erfahrungswerte wachsen und habe mich bei einer privaten Party dann für ein paar Kästen Peters Kölsch entschieden.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Ganz klar im Sommer am Büdchen

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Glücklicherweise immer.

Flasche oder Glas?
Frisch gezapft ist genauso gut wie das Kölsch auf die Hand!

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Einem geselligen Beisammensein

Deine schönste Kölscherinnerung?
Eigentlich wollte ich nur EIN Kölsch trinken… Das ungeplante angetüdelt sein in der Mittagszeit.

Kölsch: Früh Kölsch 0,2 L 1,90€
Wo: Café Feynsinn

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#018 – Auf ein Kölsch mit Isis

Es ist kalt und regnerisch und eigentlich gar nicht der richtige Zeitpunkt, um Kölsch unter freiem Himmel und auf einer Tischtennisplatte sitzend zu trinken. Aber heute ist das egal, beschließen wir. Wir, das sind dieses Mal Isis und ich. Wir sitzen also im Dunkeln auf diesem sehr schlecht beleuchteten Spielplatz zwischen der Schönsteinstraße und der Bartholomäus-Schink-Straße direkt gegenüber vom Club Bahnhof Ehrenfeld und beobachten Fußgänger, Pfandflaschensammler und ruppige Familienväter, die ihre Kinder von der Wippe schleifen, „weil jetzt Schluss ist“. Für uns ist das lustig, während wir Bier trinken und über Isis‘ Verbundenheit zu Köln sprechen. Ihre Heimatstadt, da wo sie irgendwann auch mal mit ihren eigenen Kindern wieder hin will – wenn es denn so weit ist. Momentan lebt und studiert sie nämlich Mode in Berlin. Sie liebt Berlin, ist gerne dort, genießt die Metropole, doch eine Kindheit kann sie sich dort einfach nicht vorstellen. Zu groß, zu weit, zu schnell. Dass Düsseldorf nie wirklich infrage kam, kann man sich ja irgendwie denken, obwohl Isis offen offen gesteht, dass sie eigentlich noch nie wirklich in Düsseldorf unterwegs war. So wie ich. Wir lachen darüber.

Schon nach dem Abitur ging es für die 1994 in Köln geborene Frau in die Hauptstadt. Ins Ausland wollte sie nicht, und als ihr bester Kumpel fragte, ob sie nicht für ein paar Monate mit ihm in eine WG nach Berlin ziehen möchte, sagte sie spontan ja. Aus der Schnappsidee wurde Ernst und inzwischen ist schon das ein oder andere Jahr ins Land gezogen. Nach Köln zieht es sie trotzdem immer mal wieder. Meist ist es die Familie. Weihnachten, Geburtstage und andere Festlichkeiten. Dann geht sie auch gerne und oft aus. Auf der Aachener zum Beispiel. Ein guter Ausgleich zu ihrem Modestudium in Berlin und ihrer Leidenschaft für Festivals, Konzerte und dem allgemeinen Musikinteresse. Anderes als die meisten meiner weiblichen Kölschgäste erwähnt sie kein einziges Mal, dass sie jetzt eigentlich viel einen Hugo trinken würde. Und ihre Flasche hat sie auch vor mir leer. Das war zwar immer noch keine Sommernacht auf einer Tischtennisplatte, aber schon einmal ein Anfang. Wir entsorgen unser Leergut am Mülleimer und ziehen weiter…geplant war unser kleines Kölsch-Meetup nämlich eigentlich woanders, aber dann lag da eben dieses Spielplatz auf dem Weg und wir durften uns noch einmal Halbstark fühlen.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Meine ersten Alkoholerfahrungen waren mit Kölsch, also jetzt hier offiziell gesagt war das natürlich mit 16.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Reissdorf Kölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Bei meinen Eltern im Kühlschrank.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Im Sommer im Park. Zu jeder Tageszeit.

Flasche oder Glas?
Flasche

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?Heimat. Deine schönste Kölscherinnerung?
Letzten Sommer mit meinen besten Freunden und Lagerfeuer auf den Pollerwiesen am Rhein.

Kölsch: Reissdorf Kölsch 0,5 L 1,90€
Wo: Tischtennisplatte

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#017 – Auf ein Kölsch mit Hanna

Zwischen leeren Graffitidosen und moderner Streetart treffe ich mich mit Hanna im Kunstbruder. Gelegen in einer Seitenstraße am Rudolfplatz ist der Kunstbruder eine Mischung aus Galerie, Bar und Restaurant. Zwei Dinge, machen die Location auf Anhieb sympathisch: 1) die gute Einrichtung in schöner Atmosphäre. 2) Die gute Musik. Wer noch nicht im Kunstbruder war, mag an dieser Stelle wahrscheinlich auch diese Bar nicht erwarten und sie schon das eine oder andere Mal übersehen haben. Aber darum soll es hier ja gar nicht gehen, als wir die ersten Mühlenkölsch bestellen und das Glas heute mal dankend ablehnen.

Ihre Herkunft aus einem kleinen Dorf im Süden der Republik kann Hanna nicht lange verbergen, die leichten Sprachnuancen hört man der 25-Jährigen einfach sofort an. Ihr Studium brachte sie vor einigen Jahren bereits nach Köln, wo sie wenig später auch ihr Praktikum bei der Kölner Galerie Stracke als Textilrestaurateurin absolvierte. Umso weniger verwunderlich ist es, dass es die Liebe war, die Hanna für eine kurze Zeit aus Köln nach London brachte, wo sie die Grundsteine für ihr heutiges Leben legte. Genau dort wurde aus ihrer Faszination für die Malerei nämlich das Handwerk einer Visagistin.  Unter anderem damit bestreitet begeisternde Kunstfreundin nun neben ihrer Tätigkeit als Model ihren Unterhalt. Farben, Pinsel und die Arbeit mit inspirierenden und ständig neuen Menschen sind es, die Hanna gefallen und für sie den Reiz ihrer Arbeit ausmachen. An ihrer Einstellung zum wahren Wert des Lebens, der Liebe, hat das alles jedoch nichts geändert. Auch wenn sie inzwischen wieder in Köln wohnt, einen kleinen Umzugsmarathon durch das Belgische Viertel hinter sich hat und das neue Jahr Job bedingt erst einmal in Kapstadt beginnt.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken? 
Hm ich schätze mal vor 5 Jahren als ich nach Köln gezogen bin

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt? 
Seit unserem Treffen gestern- Mühlenkölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo? 
Bei Erkans Kiosk!

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken? 
Am besten wohl im Sommer als feierabendbier

Flasche oder Glas? 
Flasche!

Mit was verbindest du Kölsch als erstes? 
Mit urigen brauhäusern und lustigem Dialekt

Deine schönste Kölscherinnerung?
Hm schwierige Frage, an die schönsten kölschabende kann ich mich nicht mehr richtig erinnern 🙂

Kölsch: Mühlenkölsch 0,33 L 2,60€
Wo: Kunstbruder

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#016 – auf ein Kölsch mit Sascha

Mein Weg verschlägt mich dieses Mal wieder nach Ehrenfeld. Unweit der Braustelle liegt relativ mittig zwischen der Haltestelle Leyendeckerstr. und Neusser Str. / Gürtel die Eckkneipe „Em Drügge Pitter“. Hier bin ich mit Sascha verabredet. Einem echten kölschen Jung. Wir treffen uns pünktlich und ich stehe zum ersten Mal vor einer Kneipe und warte, dass die Rollladen hochgehen. Es ist warm und nass vor der Tür im typischen Kölner Nieselregen. Eigentlich sollten um 20:00 Uhr die Türen öffnen, heute machen sie das aber nicht. Als sich um Viertel nach immer noch Nichts rührt, ändern wir unsere Pläne und lassen uns im Zoo nieder. Nein, nicht im Tierzoo, sondern in der Schänke. Auch die liegt nämlich in der Venloerstraße und ist mit ihrer Wandkunst zwischen Stancil und Streetart genau nach meinem Geschmack. Warum Sascha eigentlich in den „drüggen Pitter“ wollte, wird schnell klar. Hier in Ehrenfeld ist er aufgewachsen, hat die meiste Zeit hier verbracht und die Kneipe in den letzten 7 Jahren zu seiner Stammkneipe werden lassen. Daran ändert sich auch nichts, obwohl er gerade seinen Wohnsitz auf die andere Rheinseite nach Deutz verlegt hat. Dorthin hat es ihn gerade nach dem Abschluss seines Geschichts und Politik-Studiums verschlagen. Ob das lange so bleibt, weiß er aber nicht. Einziger Wermutstropfen in der Biografie dieses lupenreinen Kölners, dem man seine Herkunft nicht anhört, ist die Geburt in Bensberg. So ganz genau konnte er das auch nicht erklären, aber die Hebamme muss wohl schuld gewesen sein. Nichts was ihm wirkliches Kopfzerbrechen bereit, als schöne Anekdote macht sich die Geschichte trotzdem

Im Zoo haben wir heute dafür umso mehr Glück. Kaum haben wir uns niedergelassen, beginnt schon eine fremde Jazzband mit dem Aufbau ihres Equipments in unserem Rücken, um ab 21 Uhr konstant und viel zu laut für Hintergrundmusik zu sorgen. Hüte gehen rum und wir trinken Mühlenkölsch. Einer der Sätze, die mir trotz der lauten Musik immer noch im Kopf geblieben sind, ist sein „Eigentlich will ich nur Kultur machen…“. Schon seit Jahren arbeitet Sascha nämlich für das kölnische Stadtmuseum. Am Anfang noch als studentische Aushilfskraft inzwischen als eine Art Kurator. Das gefällt ihm, er mag die Abwechslung und die vielen verschiedenen Sachen, die er im Namen der Stadt realisieren kann – auch wenn es ein „relativ“ kleines Museum ist. Egal, wie verbunden er seiner Heimat Köln ist und wie sehr er seine Arbeit auch liebt, ob er das noch ewig machen wird, weiß er heute genau so wenig, wie vor 2 Jahren. Einer seiner großen Träume ist das Göthe-Institut, für das er unendlich gerne eine Zeit lang arbeiten würde, um Kultur in den verschiedensten Ländern zu kuratieren. Jetzt wundert es mich auch nicht mehr, dass wir in einer Graffiti-Kneipe sitzen, Mühlenkölsch trinken und von den Klängen einer hoch motivierten Jazzband akustisch penetriert werden. Irgendwie macht das alles gerade ziemlich viel Sinn. Nach einigen Kölsch und zwei Mexikanern verlassen wir die Schänke nach Mitternacht in Richtung Bahnhaltestelle.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken? 
Ganz sicher als ich es eigentlich noch nicht durfte.

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt? 
Päffgen

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo? 
Nur in der Heimat.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken? 
Wenn man richtig Durst hat, zum Beispiel nach dem Sport.

Flasche oder Glas? 
Echt jetzt?

Mit was verbindest du Kölsch als erstes? 
Mmmmm

Deine schönste Kölscherinnerung? 
Und einmal, im Ferienlager…

Kölsch: Mühlenkölsch 0,2 L 1,50€
Wo: Zoo – Die Schänke

[flexiblemap address=“Venloerstrasse 434,Köln“ title=“Zoo – Die Schänke“ width=“100%“]

Blick ins Buch: Blickfang 2015/2016

Da ist er. Der neue Blickfang. Getreu dem Motto „Deutschlands beste Fotografen“ gibt auch die aktuelle Ausgabe 2015/2016 einen bunten Einblick in die Fotografiebranche des Landes. Mit 4,5 kg und 656 Seiten dürfen wir stolz behaupten: Yes, we love big books. Alles andere, wär für den 25 x 32 großen Bildband auch eine Beleidigung.

Gewohnt aufwendig produziert und auch dieses Jahr wieder mit der Sonderfarbe „Gold“ gedruckt, gibt es die Werke von über 200 in Deutschland tätigen Fotografen zu sehen. Neben alten Hasen und renommierten Größen gibt es auch vielversprechende Newcomer. Jeweils auf einer oder drei Doppelseiten geben die Kreativen einen kurzen Einblick in ihre Arbeiten.

Drumherum schustert der Norman Beckmann Verlag einen interessanten Inhalt aus Interviews mit Fotografen, Art-Buyern, Repräsentanten und Agenturen. So kommt dieses Jahr zum Beispiel Fotograf Hans Christian Barth zu Wort, aber auch der Kölner Fotgrafen-Agent Tobias Bosch gibt Einblick seine Tätigkeit.

Den Blickfang 2015/2016 könnt ihr seit Montag für 49,90 € (ISBN 978-3-939028-47-5) frei erwerben. Zusätzliche Informationen und die online Portfolios aller beteiligten Fotografen findet ihr auf der ergänzenden Website unter www.blickfang-dbf.de. Wer den stationären Buchhandel boykottiert, darf auch gerne direkt beim Verlag kaufen unter www.nbvd-shop.de.

Mehr Einblicke ins Buch gibt es neben den offiziellen Fotos vom Verlag auch auf der eigenen Blickfang Website unter www.blickfang-dbf.de

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Bilder © Norman Beckmann Verlag

#015 – auf ein Kölsch mit Gerd Buurmann

Das Unicenter an der Universitätsstraße in Köln-Sülz gehört mit seiner Architektur zu einem der größten Wohnhäuser Europas. Genau hier bin ich mit Gerd Buurmann zum Kölsch verabredet und warte mit einem vom Kiosk nebenan gefüllten Kölsch-Rucksack beim Pförtner. Wenig später kommt auch Gerd, der den Pförtner freundlich grüßt und den Zugang zu einem der unzähligen Fahrstühle freigeben lässt. Die meisten kennen Gerd aus dem Rampenlicht des artheaters. Dort wo er zusammen mit Hildegard Scholten inzwischen jeden Montag durch Kunst gegen Bares führt und  Künstlern aller Arten eine Bühne gewährt. Ich treffe den Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler, Comedian und Moderator in seinem hölzernen Probenraum im Unicenter. Es ist alles dunkel, wirkt fast wie eine unterirdische Kammer, obwohl wir uns so einige Stockwerke über dem Boden befinden. Lediglich eine Tür führt in den Raum, eine weitere führt auf den umflaufenden Betonbalkon des Gebäudes. Nach Kneipen und Kölner Parks eine ungewöhnlich einengender Atmosphäre. Als einer der wenigen Gäste dieser Serie kann er sich aus dem Stand an sein erstes Kölsch erinnern. Bei ihm Begann seine Kölschliebe nämlich erst mit 26 Jahren. Als Seefahrerkind blieben dem Theaterliebhaber nur Hamburg und Köln. Nach einem 13-monatigen Aupair-Aufenthalt in Chicago entschied er sich für die Stadt am Rhein und ist ihr bis heute treu geblieben. Was seiner Meinung nach nicht so bleiben muss. Keinesfalls. Immer Bereit für ein neues Abenteuer kann Gerd sich gut vorstellen, Köln auch zu neuen Ufern zu verlassen. Was den Emsländer aber von vielen anderen Menschen unterscheidet, ist der Traum, der mit Kunst gegen Bares wahr wurde. Fasziniert von Kermit dem Frosch und großer Muppetfan wusste schon der kleine Gerd Buurmann, dass er selbiges auch für echte Menschen und Künstler erschaffen will. Der Realisierung seines Traums ist der damit so nah gekommen, wie kaum ein anderer. Heute gibt es Ableger seiner Idee in unzähligen deutschen und internationalen Städten. Anerkannte StandUp-Comedians der deutschen Szene haben ihre Karriere auf Bühnen von Kunst gegen Bares begonnen – wie zum Beispiel Luke Mockridge. Nach einem Kölsch geht es dann auch schon zum nächsten Termin und unsere Wege trennen sich an der Bahn-Haltestelle der Universitätsstraße wieder.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken? Bei der Weihnachtsfeier 2005 im Päffgen am Friesenplatz! Deine Lieblingskölsch Sorte heißt? Päffgen. Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo? In Anwesenheit von Freunden. Wann lässt sich Kölsch am besten trinken? Im artheater bei der Kunst gegen Bares! Flasche oder Glas? Unter einem Dach Glas, unter freiem Himmel Flasche, am Strand Hellers, weil es eine wiederverschließbare Flasche ist. Mit was verbindest du Kölsch als erstes? Am liebsten verbinde ich Kölsch mit Flimm! Deine schönste Kölscherinnerung? Reißdorff trinken mit Hella von Sinnen am 2. Oktober 2014 auf der Studiobühne zur Theaternacht und mit ihr Inge Meysel spielen!

Kölsch: Gaffel Kölsch 0,3 L
Wo: UniCenter Köln

 [flexiblemap address=“ Luxemburger Str. 124, 50939 Köln“ title=“UniCenter Köln“ width=“100%“]

Netzwerkspeicher: WesternDigital MyCloud vs. Synology DS115j

In meiner Schulzeit habe ich immer von einem Media-PC geträumt. Ihr wisst schon, ein Rechner, der unter dem Fernseher steht. Endloser Festplattenplatz, ein paar Games, Filme. VLC-Player, Netzwerkanschluss, Grafikkarte etcpp. Per Fernsteuerung und Funktastatur einfach vom Sofa steuerbar. Nunja. Es ist nie so weit gekommen. Heute sieht das Ganze schon viel einfacher aus. Es hat sich einiges getan und der technische Fortschritt beschert uns heute eine riesige Auswahl an Netzwerkspeicherlösungen, die sich inzwischen auch äußerst komfortabel in das eigene Netzwerk einspeisen lassen und dank Smartphone-APPs und iPads dann sogar von jedem Ort im Haus per WiFi ansteuern lassen. Das ist etwas sehr Gutes!

Weil der Markt voll von solchen Produkten ist, habe ich mir einfach mal zwei Produkte herausgesucht und sie direkt miteinander verglichen. Zum einen ist es die MyCloud von WesternDigital. Dieser Hersteller begleitet mich sowieso schon seit meiner Jugend mit seinen Festplatten und hat mich schon des Öfteren mit seinen Endverbraucher freundlichen Produkten überzeugt. Gegenspieler ist der DS115j von Synology. Synology ist vor allem bei ambitionierten Technikfans bekannt und beliebt. Für mich beginnt hier mit dem Hersteller neues Kapitel!

MyCloud von WesternDigitalDS115j von Synology
Design
 Dank ihres an einen Buchrücken angelehnten Designs ist die MyCloud von WesternDigital kompakter und handlicher. Das abgerundete Gehäuse wirkt außerdem harmonischer.Dem Synology sieht man seine technische Orientierung an. Es ist etwas größer, eckiger und dennoch leichter. Was vor allem an der Leichtbauweise des zweiteiligen Gehäuses liegt.
Abmessungen
13,9 x 4,9 x 17,1 cm22,4 x 7,1 x 16,6 cm
USB (extern)
Per USB lassen sich die Netzwerkspeicher um eine externe USB-Festplatte erweitern. Außerdem können externe Festplatten als Backup der eingebauten Festplatte fungieren und somit die Sicherheit der Daten auch bei einem Crash der internen HDD gewährleisten
1x USB 3.02x USB 2.0
Kensington Sicherheitsschloss
JaJa
Powerknopf
Nein (automatischer Standby)Ja
Aufbau
Die MyCloud muss lediglich ausgepackt und aufgestellt werden. Innerhalb von wenigen Minuten ist sie per Netzwerkkabel mit dem eigenen Heimnetzwerk verbunden und wird vom Mac auch sofort erkannt.Gleiches gilt auch für die DJ115j von Synology. Einziger Unterschied: Das Gehäuse sollte zum Schluss noch verschraubt werden. Die passenden Schrauben liefert Synology gleich mit.
Einrichtung
Sind die beiden Geräte erst einmal aufgebaut, geht die Einrichtung in wenigen Minuten. Aus dem Netzwerk ziehen sich beide Geräte sofort ihre IP. Danach können sie über den jeweiligen Browserlink aufgerufen und konfiguriert werden. Zu Beginn braucht die Synology etwas länger, bis ihre Festplatte formatiert und das OS installiert und aktiviert ist. In Summe sind beide Geräte in knapp 15 Minuten einsatzbereit. Hier hat die WD erstmals einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil.
Webinterface
Über den eigenen Browser kann per Login auf die Interfaces der kleinen Netzwerkspeicher zugriffen werden. Sie geben Aufschluss über den Systemstatus und dienen der Verwaltung. Hier können bequem alle administrativen Einstellungen getätigt werden.
Auf den ersten Blick überzeugt das WD Interface durch seine Übersicht und die an Apps erinnernde Gestaltung. Dadurch ist die Steuerung und Konfiguration von der WD MyCloud ein Kinderspiel und macht sogar Unerfahrenen und Technik-Gegnern Spaß! Hier hat man großen Wert auf Bedienbarkeit, Design und Übersicht gelegt. Es zahlt sich aus! Noch nie konnten Netzwerklaufwerke so einfach gestaltet und aufgesetzt werden. Mit wenigen Klicks sind Benutzer angelegt, Verzeichnisse verwaltet und Eigenschaften eingesehen.Bei Synology richtet man sich dort eher an erfahrenere Technikfreunde. Das fällt direkt beim Login ein. Hier geht es weniger um Design, dafür mehr um Technik und Performance. Die Oberfläche erinnert viel mehr an ein klassisches Betriebssystem wie Windows, als an eine App-Operfläche. Den ein oder anderen mag das abschrecken.
App
Per App lässt sich auch vom Smartphone oder dem Tablet auf die Netzwerkfestplatte zugreifen. Nicht nur Daten können getauscht werden, sondern auch Musik und Filme gestreamt werden. Wer Daten vom mobilen Device den Rechnern zugänglichen machen will, kann sie bequem per App zur Verfügung stellen. Sollte man seinen Netzwerkspeicher über den eigenen Router auch fürs Internet zugänglich machen, kann selbst unterwegs auf die Daten daheim zugegriffen werden. Schnelles mobiles Internet am Handy und eine gute Leitung in den eigenen 4-Wänden sind die Voraussetzung. Beide Apps haben auf Anhieb die Hersteller-Cloud gefunden!
Für seine Netzwerkspeicher bietet WD eine einheitlich und gut gestaltete App, die sich auf Anhieb intuitiv bedienen lässt. Bilder, Videos, Musik können aus ihr gestreamt werden und Inhalte vom Device mühelos auf den Netzwerkspeicher geladen werden.Außerdem könnten auch andere Web-Clouddienste integriert werden, sodass ein müheloser Datenaustausch möglich ist.Bei Synology hat man sich entschieden für jeden Anwendungsbereich eine eigene App zu entwickeln. So wird Musik über eine andere App gesteuert als das normale Filemanagement oder die Photos. Dies macht besonders dann Sinn, wenn man einige Funktionen viel öfter als andere nutzt. Ansonsten verlieren die Synology-Apps nur im Design und Usability-Vergleich. Der Rest funktioniert tadellos. Auf Anhieb! Auch die Benutzerverwaltung per Login ist überhaupt kein Problem!
Preise (Stand 17.11.2014 bei Amazon)
129,00 Euro (1 TB)149,00 Euro (3 TB)179,00 Euro (4 TB)319,00 Euro (6 TB)92,89 Euro (ohne Festplatte)170,90 Euro (1 TB*)203,90 Euro (2 TB*)225,90 Euro (3 TB*)246,90 Euro (4 TB*)WesternDigital Red 24/7 verbaut
Produktseiten
MyCloud von WesternDigitalDS115j von Synology

Fazit: Zur ersten eigenen Cloud

Beide Systeme sind der Beweis, dass sich viel getan hat im Heimnetzwerk. Sowohl die MyCloud, als auch das DS115j sind absolut durchdachte Produkte. Die Unterschiede sind marginal und verdeutlichen trotzdem die verschiedenen Ausrichtungen der Hersteller. Während WesternDigital vor allem durch tolle Designs und viel Intuition überzeugt, liegt Synology bei der Performance leicht im Vorteil. Gerade aufwendige Datenmengen und Prozesse werden hier einfach schneller von dem kleinen Netzwerkspeicher verarbeitet. Ansonsten lassen sich beide Systeme über eine externe USB Festplatte Backupen, bieten Backen Support für den Mac und lassen sich auch komfortable von jedem Netzwerkdevice per App ansteuern. Letztendlich liegt es auch hier wieder an den eigenen Vorlieben, die das eine oder andere Gerät für Euch interessanter machen.

Gerade als zentraler Datenspeicher für Medien wie Musik und Filme, aber auch die Urlaubsfotos, sind beide Lösungen eine Bereicherung! Wer etwas mehr Geld zur Verfügung hat, sollte sich auch die 2-Bay Varianten anschauen, so sind die Daten bei richtiger Einstellung durch eine mögliche Spieglung auf die 2 Festplatte sicherer gelagert.

Es gibt auch eine unabhängige Software-Lösungen!

Wer es gerne manueller auf dem Weg zur eigenen Cloud hat, der sollte sich mal die OpenSourceSoftware OwnCloud angucken. Sie ist ein ernst zu nehmender Konkurrent für alle bereits bekannten Dienstleister und bindet sich nicht an einen Hardwarehersteller. Mit ihr lässt sich eine eigene und ebenfalls sehr gut zu bedienende Cloud einrichten, die neben den oben genannten Funktionen auch Kontaktverwaltung, Galerien und viele weitere Features per App-Marktplatz nachrüsten kann! Wer Zeit und etwas Grundverständnis mitbringt, kann sich mit dieser Software eine Cloud nach den eigenen Wünschen bauen! (Danke für den Tipp an Martin Neuhof via Instagram)

Transparenz: Beide Produkte wurden uns vom jeweiligen Hersteller für den Testzeitraum zur Verfügung gestellt! Vielen Dank dafür.

Erfahrungsbericht: Die Fuji Instax 70

Das ist sie also. Die neue Fuji Instax 70. Seit Samstag ist die neue Sofortknipse auf dem Markt und Fujifilm hat uns eins dieser Geräte in den Briefkasten geworfen, damit wir mal gucken können, ob die wirklich so viel Spaß macht, wie alle behaupten. Also haben wir Pizza bestellt, Bildbände betrachtet, Wände bemalt und dabei ein paar Sofortbilder verballert.

129 Euro kostet der Sofortbildspaß in der Anschaffung. Das ist für ein Spielzeug nicht wenig Geld, hält sich aber auch irgendwie im Rahmen. Mit der Fuji Instax 70 habt ihr nun endlich auch eine Fuji in der Hand, die sich nicht komplett nach billigem und klapprigen Plastik anfühlt. Im Gegenteil, die neue Instax sieht im Vergleich zu ihren Vorgängern sogar recht schick aus. Endlich! Das Design der bisherigen Instax konnte man ja wirklich keinem mehr zumuten. Gleichzeitig hat man sich auch mal dem Selfiewahn gestellt, und nun neben einem eigenen Modus auch direkt den Spiegel neben dem Objektiv im Gehäuse platziert. Ziemlich gut! Richtiger Schritt. Etwas gewöhnungsbedürftig bleibt das Hochformat der kleinen 70er Instax. Irgendwie fühlt es sich Querformat knippsen für mich immer noch richtiger an. Aber das könnte auch meinem stark ausgeprägten Gewohnheitssinn geschuldet sein. Wer weiß das schon.

Ähnlich gut wie der neue Selfiemodus ist auch die erneuerte Belichtungskontrolle. So sind die Bildchen jetzt nämlich wirklich deutlich homogener ausgeleuchtet. Nicht selten kam es gerade bei dunklen Hintergründen vor, dass die Belichtungsmessung zu einem sehr überbelichteten Motiv im Vordergrund führte. Das hat man nun endlich in den Griff bekommen.

Zum kleinen Engpass kann wohl nur die Batterie werden. Gefüttert wird die Instax nämlich mit zwei CR2 Batterien. Die sind zwar im Lieferumfang enthalten, ich wage aber zu behaupten, dass wenn die einmal leer sind, wohl keiner von uns Nachschub in dieser Größe Zuhause rumliegen hat. Könnte dann ein Problem sein, ist aber wahrscheinlich aus Platzgründen im Gehäuse nicht anders lösbar gewesen.

Fazit

Die neue Fuji Instax 70 ist wahrscheinlich das ausgereifteste aller Instax Produkte. Alle Neuerungen machen Sinn und rechtfertigen das wichtige Produktupdate. Umso schöner, dass man sich auch endlich dem Design angenommen hat. Spaß, hat man mit den Fuji Instax ja sowieso immer – jetzt wird auch der Output endlich besser! Wer noch keine Fuji Instax hat und sich am Visitenkartenformat der 70er nicht stört, schlägt zu. Wer schon seine jetzige Instax liebt und oft auch mal bei widrigen Umständen draufhalten will, schlägt ebenfalls zu und packt die alte Instax auf den Dachboden.

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Und weils so schön ist, dürft ihr zum Abschluss noch der Magie zugucken. So siehts aus, wenn sich das Instax 70 im Zeitraffer entwickelt und das Motiv langsam sichtbar wird. Hoooraay!

Transparenz: Ein Dank an dieser Stelle an Fujifilm, die uns das Produkt für unseren Test zur Verfügung gestellt haben!

Sigma 24 mm F1,4 DG HSM Lens

Hin und wieder muss man neidlos anerkennen, dass auch die ein oder andere Firma einen kompromisslos guten Job macht. In diesem Fall ist es Sigma, die seit einiger Zeit mit ihren Sigma-Art Linsen ziemlich gute Arbeit abliefern. Das ist inzwischen auch kein Geheimtipp mehr, darf aber gerne immer mal wieder erwähnt werden.

Zum Beispiel anhand des Sigma Art 24mm F1.4 DG HSM mit seinem 77mm Filtergewinde. Das sieht mit dem kleinen silbernen A nämlich hochwertig aus, fühlt sich gut an und ist mit einer Blende von 1.4 nicht nur besonders Lichtstark, sondern auch knack-scharf. So, wie es die ganzen hippen Internet-Lifestyle-Fotografen und ich eben mögen.

Die Gegenlichtblende ist übrigens im Kaufpreis enthalten. Mit aktuell 760,00 Euro Investitionsvolumen ist das Preis-Leistungsverhältnisse der Art-Linsen ebenfalls über jeden Zweifel erhaben.

Die Sigma-Art Linsen gibt es mit Canon-, Nikon- und Sony-Bajonett. Das ausführliche Datenblatt des Herstellers findet ihr hier…

Transparenz: Ich habe dieses Produkt ganz normal bei Foto-Gregor hier in Köln vor meinem Job gekauft!

#014 – auf ein Kölsch mit Anna

Anna kommt aus dem Westerwald und besteht auch jetzt noch fest darauf, dass ihre Trinkfestigkeit dort begründet liegt. Unterbewusst könnte das auch einer der Gründe gewesen sein, warum sie sich für eine Stadt mit einer Trinkkultur entschieden hat: Köln. Untergekommen ist sie in einer kleinen WG direkt am Hansaring. Ihr Designstudium an der EcoSign in Ehrenfeld liegt inzwischen in den letzten Zügen. Wie es danach weitergeht, weiß sie noch nicht.Am gelegentlichen Kölschdurst ändert das aber nichts. Auf der Suche nach einer neuen Kneipenerfahrung haben wir uns also am Heumarkt getroffen. Schön Touri.  Von der führt der Weg eigentlich immer erst einmal zum Rhein. Vom Buttermarkt über die Mauthgasse landet man unwillkürlich beim Kännchen, was an diesem Tag bereits äußerst verlassen wirkt. Trotzdem hat die kleine Kneipe Charme und der Kölschaufzug im Obergeschoss verspricht bei steigendem Pegel zunehmenden Spaß. Und auch wenn sie noch nicht so ganz genau weiß, was die Zukunft für sie bringt, ist sie doch ziemlich glücklich in Köln. Sie hat Gefallen an der Kneipenkultur und den Menschen hier gefunden. Nach jedem Besuch in ihrer Heimat kommt sie gerne wieder zurück und freut sich auf Köln und sein Kölsch.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Wahrscheinlich als ich vor ca. 3 Jahren nach Köln gezogen bin. Aber es kann auch sein, dass sich vorher schon mal eins eingeschlichen hat

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heiß?
Früh.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
In guter Gesellschaft.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Naja, an Karneval geht das natürlich rund um die Uhr ganz gut. Im Rest vom Jahr eher ab dem späten Nachmittag.

Flasche oder Glas?
Flasche. Ins Glas kommt nur frisch Gezapftes.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit Köln bzw. dem Kölner Karneval, so wie die Meisten schätze ich.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Liegt hinter einem goldenen Filter

Kölsch: Gaffel Kölsch, 0,3 L / 1,50 Euro
Wo? Kännchen

[flexiblemap address=“Am Bollwerk 13, Köln“ title=“Kännchen“ width=“100%“]

#013 – auf ein Kölsch mit Rosemarie

Rosemarie Monhart lädt mich in die Küche ihrer Dachgeschosswohnung nach Köln-Dellbrück ein. Vom Kiosk soll ich einfach zwei Reissdorf-Kölsch mitbringen. Gesagt, getan. An diesem sehr sonnigen Tag ist die Wohnung von Rosemarie durch die großen Fenster besonders freundlich und hell. Rosemarie arbeitet schon lange als Pflegekraft. Das Handwerk dazu hat sie in einer Ausbildung gelernt. Seitdem ist sie dem Job treu geblieben. Die tägliche Arbeit und der Umgang mit pflegebedürftigen Menschen hat sie über die Jahre verändert. Bei vielen wird man mit der Zeit routinierter, sagt sie. Wichtig ist für sie vor allem, dass man sich nach Feierabend davon lösen kann und abschaltet. Trotzdem hängt jeden Tag ihr Herz an der Arbeit die sie tut, weil sie Menschen in Not helfen kann. Irgendwann hat sie angefangen Gedichte und Kurzprosa zu schreiben. Es ist für sie ein Moment der Besinnung, Nachdenklichkeit. Als Mitglied im Schriftstellerverband Aura09 trifft sie sich regelmäßig mit anderen Schriftstellern aus der Region zum Gespräch. Dort werden die Werke ausgetauscht und philosohpiert. Wenig später hat sie auch schon ihr kleines Tablet in der Hand und ließt eines ihrer Kurzgedichte vor. Gewohnt hat sie ursprünglich mit ihrem Sohn in Unterschbach. Die Arbeit und das Glück, diese wunderbare Wohnung bekommen zu haben, hat sie nach Köln gebracht.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
mit fünfzehn Jahren

Deine Lieblingskölsch Sorte heißt?
Reissdorfkölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
natürlich in Kölle

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Immer, bei guten Gesprächen mit netten Menschen!

Flasche oder Glas?
Beides je nach Gemütlichkeit.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
mit Gemütlichkeit

Deine schönste Kölscherinnerung?
nach einer schweißtreibenden Fahrradtour im Sommer

Kölsch: Reissdorf Kölsch 0,33
Wo:
Köln-Dellbrück, Wohnung von Rosemarie Monhart

#012 – auf ein Kölsch mit David

Es ist etwas verregnet, als David mir am Rudolfplatz auf dem Fahrrad entgegen kommt. Der 26-jährige Typ, den man zweifellos bereits auf den ersten Blick als ziemlich coole Sau abstempelt, hat erst vor ein paar Jahren sein Studium in Aachen geschmissen, um sich einen Weg als autodidaktischer Videograf zu bahnen.Ihr könnt Euch also ziemlich sicher sein, dass die Imagevideos von Eurer Lieblingsbar oder dem Burgerladen nebenan wahrscheinlich von ihm gemacht wurden. Für unser Kölsch hat sich David den KölnKiosk ausgesuchtund wir gehen ein paar Meter die Aachenerstrasse in Richtung Weiher hinunter, bevor wir in die Brüsslerstraße abbiegen, um es uns wenig später im KölnKiosk gemütlich zu machen. Soweit das in dem kleinen aber irgendwie kultigen Kiosk mit Sitzgelegenheiten denn geht. Frau Schirin, die Kioskbesitzerin nimmt David zur Begrüßung herzlich in den Arm – hier und da grüßt er ein paar Menschen, die ihn kennen. Man hat sofort das Gefühl, dass David sich in Köln ganz gut eingelebt hat. Auch wenn er sich auf dem Weg noch vorgenommen hat, heute mal nicht mit jedem ins Gespräch zu kommen, den er kennt. Was vielleicht auch ein Grund sein könnte, ist seine Reiserei. Das Filmen bringt ihn um die Welt. Island, Chile, Korea. Erfahrungen, die ihn reicher machen und die für Funkeln in seinen dunklen Augen sorgen. Dagegen wirkt Köln dann schnell klein – wenn auch auf eine herzliche Art und Weise. Nach den ersten zwei Bier sprechen wir schon über Leidenschaft, Kreativität und seinen Traum vom Leben. Mit genau so viel Leidenschaft erzählt er vor allem von seinen freien Arbeiten und wie sehr ihn Vimeo und die dort vertretenen Künstler und Videografen prägen und beeindrucken. Minutenlang und ohne Pause kann er von geilen Videos und Emotionen reden. Eine von vielen guten Eigenschaften, die ich in knapp zwei Stunden von David kennenlernen durfte. Lediglich seine Blase scheint noch schwächer als meine 😉

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Auf einer Kölner Gartenparty vor guten 10 Jahren.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heiß?
Mühlenkölsch ist lecker!Kein Bierexperte hier.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung naach wo?
Ich würde das Brauhaus der genannten Sorte bevorzugen.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Nach der Arbeit, wenn die Speicherkarten noch heiß sind.

Flasche oder Glas?
Flasche

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit Späti / Kiosk Menschen

Deine schönste Kölscherinnerung?
In meiner Heimatstadt, in der Kneipe von Eltern eines alten Freundes, auf dessen Kegelbahn. Dort gabs damals auch Mühlenkölsch. Wir hatten Spaß. Die Kegelbahn litt unter uns. Jetzt umgehe ich aber die meisten Kneipen. 

Kölsch: Reissdorf Kölsch, 0,3 L / 1,20 Euro
Wo? Köln Kiosk

[flexiblemap address=“Brüsseler Straße 39 – 41, Köln“ title=“Köln Kiosk“ width=“100%“]

#011 – auf ein Kölsch mit Ninco

Ninco kommt eigentlich aus dem selben ländlichen Kaff wie ich. Zur Schulzeit haben wir klassisch aneinander vorbei gelebt und erst hier in Köln haben wir tatsächlich mal zusammen ein Kölsch getrunken. Zugegeben, aus einem Früh wurden schnell mehrere, aber seine WG über den Dächern von Nippes ist auch einfach viel zu herzlich und einladend. Inzwischen wohnt er als Grafikstudent und Fitnesscoach schon im dritten Jahr in Köln und will hier eigentlich auch nicht mehr weg.Kein Wunder, schließlich ist in der WG eigentlich jedes Wochenende was los. Menschen, Musik, Konsolen und Co. Der Traum eines jeden Jungen. Wie man an so eine Bude in Köln kommt? Pures Glück. Beim Training im Fitnesscenter den richtigen Menschen kennengelernt, angequatscht und Glück gehabt. Inzwischen ist die Liste potentieller Nachmieter ca. 400 Zeilen lang. Nichts was den athletischen Ninco aus der Fassung bringt. Er ist nämlich gerade erst von seiner kleinen Weltreise zurückgekehrt. Den Horizont erweitert und Erfahrungen gesammelt. Seine Arbeit macht es möglich, als Designer kann er schließlich von überall arbeiten. Spezialisiert hat er sich ganz nebenbei auf die Erstellung von virtuellen 360 ° Ansichten. Wer übrigens die WG einmal im Sommer besucht, kann sich auf der Terrasse auch von Nincos grünem Daumen überzeugen. Dann steht alles voll mit riesigen Plfanzen, die im Winter im Fitnessstudio untendrunter überwintern. Ein bisschen Grün braucht es dann doch zwischen den Wänden aus Beton. Muss wohl die Kindheit im bergischen Land dran Schuld sein.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Den genauen Zeitpunkt kann ich nicht mehr angeben, aber die ersten Schlücke vermutlich noch als kleiner Bub auf einer Party daheim.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heiß?
„Früh Kölsch“, wobei je nach Belieben auch mal ein „Reissdorf“ getrunken wird.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Überall da, wo man sich zwangsweise mit Pils oder Lager zufrieden geben muss.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Ca. 20.00Uhr Freitag Abends, nach getaner Arbeit und durchgestandenem Boxtraining in Kombination mit einem leckeren Essen.

Flasche oder Glas?
Flasche.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Heimatgefühle und Kater.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Erinner ich mich nichtmehr dran.


Kölsch: Früh Kölsch, 0,25 L / 0,74 Euro
Wo? Nippes

[flexiblemap address=“Osteratherstr. 7, Köln“ title=“WG Terrasse“ width=“100%“]

#010 – auf ein Kölsch mit Philipp

Philipp. Mit dem ebenfalls fast unaussprechlichen Nachnamen. Der Junge kommt irgendwo aus dem Ruhrpott und hat sein Studium in Düsseldorf nach 2 Monaten mit den Worten „Warum nicht?“ beendet. Danach ging es nach Köln. Inzwischen ist er auch angekommen. Als Initiator des Kölner „First Kiss“ Videos bastelt er inzwischen in Künstlerkollektiven und als emsiger Organisator immer wieder an neuen Ideen, Projekten und Aktionen in Köln. Das war auch der Grund für unser erstes gemeinsames Kölsch, obwohl wir zuvor schon die selbe Schulbank im Berufskolleg drückten. Also trafen wir uns zum Ende eines sommerlichen Tages an der Deutzer Freiheit. Die Haltestelle gehört zwar mit Sicherheit nicht zu den Geniestreichen der Stadt, bietet jetzt aber mit dem neuen Rheinboulevard einen guten Treffpunkt, um die Kölner Skyline und den Sonnenuntergang hinter dem Dom zu genießen. Elemtares Element ist natürlich der Kiosk an der Haltestelle, der fußläufig noch in ertragbarer Entfernung liegt. Genau aus diesem Grund blieben wir auch direkt an der Deutzer Brücke stehen und ignorierten das an sommerlichen Abenden sowieso überfüllte Rheinboulevard. Stattdessen genossen wir den Blick auf die Rheinbrücken und die Lichter der Innenstadt. Aus einem Kölsch wurde dann schnell ein ganzes Sixpack und wir philosophierten die meiste Zeit über irgendwelche Projekte und Kunstaktionen. Eigentlich verrückt, wie viel Dinge in dieser Stadt passieren, ohne dass man davon etwas mitbekommt. Das Pfand haben wir im Anschluss äußerst umweltbewusst in einer Plastiktüte neben irgendeinen Mülleimer gestellt. Dabei laufen inzwischen so viele Pfandsammler herum, dass man sein Bier fast festhalten muss.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Kurz nachdem ich nach Köln gezogen bin ist ein Kumpel mit mir ins EDP in Ehrenfeld gegangen und wollte mich vom Kölsch überzeugen. Bis dahin gab es nur Pils für mich.

Deine Lieblingskölsch Sorte heiß?
Reissdorf

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
in Gesellschaft von Kölnern

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Wann nicht?

Flasche oder Glas?
Flasche

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Köln

Deine schönste Kölscherinnerung?
Der Kumpel der mich vom Kölsch überzeugte, ging mit mir ins EDP und meinte, dass man jedes mal im EDP ein Kölsch und ein Mexikaner für sich und seine Freunde bestellen muss, und dass man seinen Freunden sagen muss, dass die das gleiche tun, wenn sie den Laden betreten. Er hat das zwar erfunden, aber inzwischen machen das etwa 90% aller Leute die das EDP besuchen.

Kölsch: Reissdorf Gold 6-pack, 7,50 € am Kiosk gegenüber
Wo? Deutzer Freiheit / Deutzer Werft

[flexiblemap address=“50.934958, 6.969067″ title=“Deutzer Werft“ width=“100%“]

#009 – auf ein Kölsch mit Baba

Jani Baba Pushparajah-Hoof. Ein Name, der beim Lesen schon Knoten in jede Zunge zwängt. Ich bin über Baba irgendwann im Web gestolpert und fand es eigentlich eine gute Idee, wenn wir „auf ein Kölsch“ zum Anlass nehmen uns endlich mal persönlich kennenzulernen. Wir treffen uns also in Poll. Genauer im Poller Haus. Das liegt witzigerweise nämlich genau auf seinem Heimweg von Porz und ziemlich nah vor meiner Tür. Eigentlich sogar direkt an der Haltestelle Poll-Salmstraße der Linie 7. Am Eingang stand dann dieser groß gewachsene Mensch mit einem noch größeren Grinsen im Gesicht vor mir – ohne selbiges würde der Tamile und gebürtige Bonner den meisten Menschen wohl eine gehörige Portion Angst einjagen. Absolut unberechtigt, wie ich in knapp zwei Stunden selbst erfahren durfte. Eigentlich haben wir mehr gelacht als geredet, und dass Baba wirklich Zeitsoldat ist und bei der Bundeswehr als Fotograf arbeitet, hätte ich niemals erwartet. Angefixt von den Erfahrungen und Geschichten, die er zu erzählen hat, haben wir schlussendlich auch die meiste Zeit über seine Arbeit und die Fotografie gesprochen. Dass er zum Start erst einmal ein Budweiser leeren musste, bevor das erste Kölsch ging, verschweigen wir einfach. Könnte vielleicht daran liegen, dass er auch erst seit 2007 in Köln lebt. Inzwischen plant, baut und arbeitet er aber schon fleißig am eigenen Haus, was schon bald das neue Heim für ihn und seine Frau am Kölner Stadtrand bilden wird.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
2002 – erinnere mich nicht mehr dran. War auf jedenfall erfolgreich 

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
… definitiv nicht Sünner.

Flasche: Reissdorf 
Partyfass: Früh
Fass: Gaffel

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
… auf der Couch

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Nach Vier 

Flasche oder Glas?
Flasche!

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Freundschaft

Du kannst dich in Köln alleine in eine Kneipe oder Bar setzen und du findest mindestens eine Person, mit der du ein Gespräch führen kannst.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Alle zwei Jahre kommt ein bestimmter Freundeskreis aus ganz Deutschland zur Photokina zusammen und wir bechern uns mit Kölsch zu. 

Kölsch: Reissdorfkölsch, 0,2 L / 1,40 Euro
Wo? Poller Haus

[flexiblemap address=“Siegburger Str. 371, 51105 Köln“ title=“Poller Haus“ width=“100%“]

#008 – auf ein Kölsch mit Denny

Was macht ein Nordlicht eigentlich in Köln? Eine gute Frage, denn auch für den gebürtigen Rostocker Denny ist Köln ein Ziel mit Zwischenstationen. Natürlich liebt er Rostock noch immer und einen anderen Verein als die Hansa Kogge wird er in diesem Leben wohl auch nicht mehr anfeuern, trotzdem führte ihn die Arbeit über München in eine Agentur nach Köln. Selbige organisierte seinen Umzug, besorgte ihm eine Wohnung direkt um die Ecke und gegenüber wartet der Weisse Holunder auf das verdiente Feierabend-Bier nach einem langen Agenturtag. Genau dort treffen auch wir uns auf ein Kölsch. Praktisch direkt vor seiner Haustür. Von der Haltestelle Christoph-Str./Mediapark geht es geradewegs darauf zu. Zwischen Wohnhäusern und Gaming-Shop hat die sehr klassisch und doch irgendwie gemütlich eingerichtete Kneipe einen wunderbaren Platz.

Die Antwort auf die Frage „Warum hat dich die Arbeit denn gerade nach Köln gebracht?“ ist relativ einfach. Von Medien und Design gibt es in Rostock nämlich nicht viel. Was beim ersten Mal wie ein kleiner Zwang klingt, hat sich bei Denny in den letzten zwei Jahren aber schnell zu einer zweiten Heimat entwickelt. Er mag die Kunst, die Kneipenkultur und die Menschen. Die Offenheit weckt zwar nicht bei jedem Nordlicht positive Gefühle, Denny mit seinen quer gestreiften Oberteilen hat dennoch Gefallen dran gefunden. Zwar geht er hin und wieder immer noch mit anderen Biersorten fremd, dass Kölsch an sich hat, er trotzdem mehr als akzeptiert.

Und obwohl eigentlich alles perfekt für Denny ist und er sich noch weitere Jahre in Köln hätte vorstellen können, ändert sich doch plötzlich wieder alles. Die Arbeit bringt ihn über Umwege wieder zurück in die Heimat, die Wohnung in Ehrenfeld verlässt er, und während sein Krempel nun bereits in Rostock eingelagert wird, arbeitet er in der österreichischen Ländlichkeit irgendwo vor Tirol als Gestalter für ein renommiertes deutsches Unternehmen. In einigen Monaten geht es für ihn von dort dann wieder ins geliebte Rostock. Dann muss er sich auch endlich keine Diskussionen mehr über Dauerkarten im Rhein Energie-Stadion anhören und der wochenendliche Weg ins Stadion ist in Zukunft auch wieder viel kürzer…

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Das muss irgendwann Anfang des Jahres 2012 gewesen sein, als ich zum ersten Mal in Köln weilte.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
Als Hanseat natürlich leckeres Hansa Kölsch aus der Dose ;)… Aber ich mag natürlich auch Mühlen und Reissdorf ganz gern trinken.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Kölsch ist überall lecker.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Das spielt keine Rolle, Hauptsache die Gesellschaft stimmt.

Flasche oder Glas?
Ich bin eher ein Flaschenkind.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit Köln natürlich!

Deine schönste Kölscherinnerung?
Ein netter Abend mit einem talentierten Fotografen aus dem schönen Lindlar <3.

Kölsch: Gaffel Kölsch, 0,2 L / 1,50 Euro
Wo? Weisser Holunder (http://weisser-holunder.de)

[flexiblemap address=“Gladbacher Str. 48, Köln“ title=“Weisser Holunder“ width=“100%“]

#007 – auf ein Kölsch mit Marvin

In Köln herrscht Sommer. Der Asphalt klebt und in der Bahn riecht es nach Schweiß. Ich bin auf dem Weg nach Ehrenfeld und folge der Einladung von Marvin Beranek, der mir seine Dachterrasse zeigen will. Seit einem Jahr  wohnt der gebürtige Düsseldorfer mit seiner Freundin Eva in der Stammstraße.In den letzten Monaten haben die beiden kontinuierlich geheimwerkt, renoviert und auch den Vorbau vor ihrem Fenster wieder von wuchernden Pflanzen, Herbstmatsch und Überbleibseln der letzten Bewohner befreit. Andere Mitbewohner des Hauses haben schon angefangen ihren grünen Daumen mit Topfpflanzen auszuleben und die Terrasse mit Lichterketten zu verschönern. Genau dort sitze ich jetzt mit Marvin und trinke Gaffel-Kölsch. Direkt aus der Flasche ins Glas. Nur eine kleine Metallleiter trennt uns noch vom Kühlschrank in der Küche, während uns die Mittagssonne voll auf den Kopf knallt.

Marvin ist 26 Jahre alt und wohnt inzwischen schon einige Jahre in Köln. Schon für sein Jazz, Pop & Piano Studium zog es ihn aus Düsseldorf in die Niederlande, wo er fast ausschließlich mit Kölnern studierte. Inzwischen verbindet ihn nichts mehr mit seiner alten Heimat Düsseldorf, trotzdem ist immer noch etwas sauer, dass sein damals noch mit Düsseldorfer-Kennzeichen ausgestattetes Auto den Karneval in Köln nicht ganz unbeschadet überlebt hat.

Inzwischen läuft es auch musikalisch für Marvin ganz gut. Als Keyboarder von Maxim und Helen Kaiser tourt er durchs Land, darf hin und wieder auch bei anderen bekannteren Bands aushelfen und hat im letzten Jahr die Faszination für die Videofilmerei entdeckt, die er gerade zunehmend forciert. Wenn’s dann doch einmal wieder eng mit dem Geld wird, geht’s hin und wieder noch mal hinter die Thresen der Kölner Kneipen. Seinen Traum lebt er damit eigentlich schon, wenn es in Zukunft dann auch ohne gelegentliche Nebenjobs reicht, ist er vollkommen zufrieden.

Ordentlich durchgebraten verlasse ich nach guten zwei Stunden die Wohnung von Marvin und Eva und bewege mich durch das Viertel in Richtung Liebigstraße.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
2008

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
Gaffel

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Auf unserer Terrasse

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Ab 12

Flasche oder Glas?
Flasche

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit Freunden

Deine schönste Kölscherinnerung?
Ich hab mal nach viel zu viel Kölsch Steine an das Fenster meiner (damals noch nicht) Freundin geworfen um sie nachts zu wecken. War leider das falsche Fenster, aber es folgte eine ziemlich lustige Mailbox-Nachricht meinerseits

Kölsch: Gaffel Kölsch, 0,5 L / 1,40 Euro vom Kiosk nebenan
Wo? Stammstraße 81

[flexiblemap address=“Stammstraße 81, 50823 Köln“ title=“Marvins Dachterrasse“ width=“100%“]

#006 – auf ein Kölsch mit Vera

Irgendwie ist Köln eben doch ein Dorf. Vor vielen Jahren war Vera öfter in Poll unterwegs und so ist es kein Wunder, dass sie sogar meine Adresse von früher kennt. Sie schlägt mir vor, mich einfach nach der Arbeit mit dem Auto abzuholen und empfiehlt die Braustelle in Köln Ehrenfeld als perfektes Ziel für den Abend. Eine gute Idee, denn die Helios Braustelle bezeichnet sich selbst als die kleinste und innovativste Brauerei in Köln und schenkt mit dem Helios-Kölsch tatsächlich ein selbst gebrautes Bier aus. In der Hospeltstraße bekommen wir auch auf Anhieb einen Parkplatz und müssen nur noch ein paar Meter zur Christianstrasse 2 laufen.Als wir eintreffen ist die Eckkneipen ähnliche Brauerei noch überschaubar gefüllt und wir kriegen sogar einen Platz direkt neben den Braukesseln. Ein Ambiente, was außerhalb der Braustelle wohl eher selten zu finden ist.

Vera selbst ist in dieser Zeit an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen. Sie steckt mitten in den letzten Vorbereitungen für ihre mehrmonatige Reise durch Südamerika und hat alle Hände voll zu tun. Schließlich gibt es da so einiges, was man in der Heimat noch klären muss. Von der Abmeldung des Autos bis zur Suche eines Zwischenmieters. Damit es auf Reisen gehen kann, hat Vera die letzten Jahre immer etwas Geld beiseitegelegt und nun ihren 9to5 Job bei einem großen Telekommunikations-Unternehmen gekündigt. Eine Entscheidung, die sie vor einigen Jahren so wohl noch nicht getroffen hätte.  Trotzdem ist sie froh und freut sich auf das Abenteuer, denn endlich darf sie PowerPoint und Excel wenigstens für einen etwas längeren Zeitraum beiseitelegen. Während wir an unserem ersten Helios-Kölsch nippen, reden wir aber nicht nur über bevorstehende Reise, sondern auch die Fotografie, die sie in den letzten Jahren für sich entdeckt hat und nun weiter forcieren möchte. Dabei kann man auch mit Kölsch bei Vera nicht viel falsch machen. Immer wieder gerne und leidenschaftlich erzählt sie von Köln, Kölsch und ihrem Freundeskreis, der gerne die echten Lokalbrauereien unterstützt. Sie wundert sich selbst ein wenig, dass sie auf den unzähligen Heimfahrten nach dem Arbeitstag in Bonn nie einen Unfall gebaut hat, wenn sie auf dem Rückweg endlich den Rhein überquerte und das Kölner Panorama im Sonnenuntergang genoss.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
In einem Alter, dass ich hier nicht verraten darf, damit meine Eltern nicht nachträglich Besuch vom Jugendamt bekommen. Mein Vater war der Meinung, dass so ein bisschen Kölsch hin und wieder niemanden schadet. Würd ich jederzeit unterschreiben.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
Mühlen Kölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Am Büdchen (für Immis: Kiosk)

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Erst gestern noch hatte ich den direkten Vergleich: 14h Kölsch vs. 20h Kölsch. Das Fazit: Kölsch geht immer. Aber in der Sonne am Rhein schmeckt es schon ganz besonders gut.

Flasche oder Glas?
Ganz klar: Flasche.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit Zuhause. Und beim trinken merkt man, wie viele Erinnerungen damit verknüpft sind.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Die Schönsten verschwimmen naturgemäß immer ein wenig.Aber besonders gut finde ich, dass ich meinen Geburtstag im Sommer fast immer am Rhein feiern kann. da darf Kölsch auch nie fehlen, obwohl man da zu späterer Stunde auch mal über den Kasten fällt.

Kölsch: Helios Kölsch, 0,2 L / 1,60 Euro
Wo? Die Braustelle (http://www.braustelle.com)

[flexiblemap address=“Christianstr. 2, Köln“ title=“Braustelle“ width=“100%“]

#005 – auf ein Kölsch mit Chris

Die Bundesliga-Saison ist inzwischen vorbei und der FC hat den Klassenerhalt geschafft. Ein guter Zeitpunkt, um einen kleinen Blick zurückzuwerfen, denn für „auf ein Kölsch“ zog es mich dieses Jahr das erste Mal wieder ins Stadion. Mein Gast: Christian. Auf meine obligatorische „auf ein Kölsch?“ Frage antwortete er nämlich selbstbewusst und spontan „Na klar, beim nächsten Heimspiel“ was dazu führte, dass ich mich sonntags mit meiner Kamera bewaffnet in Deutz wiederfand, von wo es zum ersten Mal nach 10 Jahren wieder in Richtung Stadion ging.Auch Christian wohnt nämlich auf der falschen Rheinseite und so kam es, dass wir uns schon dort trafen, um das erste Rucksackbier schon auf dem Weg ins Stadion zu genießen.

Christian ist echter FC Fan. In Köln geboren, in Köln aufgewachsen, in Köln studiert und bisher kein einziges Spiel des Heimatklubs mit dem Geißbock verpasst, wie er selbst behauptet. Eine ordentliche Quote für den 32-Jährigen, der nicht nur die Musik als Sänger und Gitarrist pflegt, sondern auch als freiberuflicher Webentwickler neben seinem Dozentenjob arbeitet.

Als wir im Stadion ankamen und den Rucksack endlich vom Bierbalast befreit haben, steigen wir auf das gute Stadionbier im Plastikbecher um. Wie es sich für Christian als Dauerkartenbesitzer gehört, stehen wir mitten auf der Südtribüne, spätestens jetzt – zwischen den stimmungsmachenden Clubfans – sind weitere Gespräche unmöglich.

Dass sich das Spiel gegen den VfB nicht wirklich gelohnt hat, dürfte inzwischen jeder von Euch wissen. Unentschieden und ohne Tore trennten sich die Mannschaften im Rhein Energie Stadion.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Höchstwahrscheinlich 1997 im Kino bei dem Film Starship Troopers.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
Reissdorf.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
In Köln.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Bei einem 4:0 Sieg über Borussia Mönchengladbach.

Flasche oder Glas?
Glas.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Bier.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Ein heißer Tag im August mit ca. 40 Grad im Jahr 2003. Ich saß mit Freunden im Rheinpark, eiskaltem Kölsch, guter Musik, Sonnenuntergang und Blick auf den Dom.

Kölsch: Gaffel Kölsch, 0,5 L / 3,80 Euro
Wo? RheinEnergieStadion

[flexiblemap address=“Aachener Straße 999, 50933 Köln“ title=“RheinEnergie Stadion“ width=“100%“]

#004 – auf ein Kölsch mit André

Nippes gehörte in meiner Wahrnehmung nie zu den Kölnervierteln, von denen man erzählt, wenn man abends eine Runde durch die Kneipen geht. Trotzdem vertraue ich meinem heutigen Gesprächspartner blind. An der Florastraße in Nippes treffe ich André, der natürlich mit dem Fahrrad gekommen ist. Zwar ist es kein Fixie, denn das steht gut behütet im Hof, aber es ist eben ein Drahtesel. André liebt Sport für den zweifachen Familienvater ist das ein guter Ausgleich zu seiner Arbeit als Animation-Artist. Schon nach seinem Studium machte sich André selbstständig und ist es auch heute noch – als sogenannter Motiondesigner. Er erweckt unter LeBeat Zeichnungen digital zum Leben und gibt ihnen nicht nur das passende Aussehen, sondern auch den entsprechenden Charakter.

Damals zog er mit seiner Freundin und heutigen Frau auch nach Köln – direkt nach dem Studium. Inzwischen kennt er einige Ecken und Kneipen, in der das Kölsch noch klassisch zelebriert wird. An diesem Abend hat sich André  für den Heimathirschen entschieden, der sich selbst in der Woche zu später Stunde noch ordentlich füllt.  Unscheinbar zwischen Wohnhäusern und größeren Kneipen führt eine steile Treppe durch einen kleinen Flur direkt an die Bar. Als wir eintreffen, ist es bereits sehr dunkel und mehr Licht sehen wir in der gewölbeartigen Kneipe den Abend über auch nicht. Dafür füllt sich der Keller mit zunehmender Stunde mit immer mehr Menschen, die ihr frisch gezapftes Früh genießen.

Lange dauert es auch nicht, bis wir passionierten Mützenträger von der Seite angequatscht werden – so wie man es in Köln erwartet und irgendwie auch zu lieben lernt. Über Bier quatsche ich mit André schlussendlich gar nicht, denn mit André kann man wunderbar über viel mehr reden. Seine Familie, Technologie, Nachhaltigkeit, Konsum, die Verantwortung den eigenen Kindern gegenüber oder den Spaß an der Fotografie, die er hobbymäßig betreibt und die 2014 sogar in seinem ersten eigenen und über Crowdfunding-finanzierten Buch „Faces of Longboarding“ mündete.

Nach ein paar Stunden stoßen wir auf das letzte Kölsch an und probieren noch einen der unfassbar leckeren Lakritzschnäpse des Hauses, während sich der Heimathirsch kontinuierlich gefüllt hat. Als wir den Heimathirsch wenig später durch die steile Treppe wieder verlassen haben, schwingt sich André auf seinen Drahtesel und ich steige an der Florastraße wieder in meine Bahn.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Puuh. Lange her, 2000 etwa. Ich habe ja in Bielefeld gewohnt und bin dann nach Köln zu nem Freund in die WG gezogen. Da wird das wohl gewesen sein.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
Mühlen Kölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Am Rhein oder im Park mit Freunden.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Nachm Skaten oder nach 80 Kilometern aufm Rad.

Flasche oder Glas?
Flasche

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Köln

Deine schönste Kölscherinnerung?
Ich habe wirklich schöne Erinnerungen an die Zeit, als der Brüsseler Platz noch von ner handvoll Skatern und Sprühern bevölkert wurde und wir uns im Kiosk unser Kölsch geholt haben.

Kölsch: Früh Kölsch, 0,2 L / 1,50 Euro
Wo? Heimathirsch (http://liveimheimathirsch.jimdo.com)

[flexiblemap address=“Mauenheimer Straße 4, 50733 Köln“ title=“Heimathirsch“ width=“100%“]

#003 – auf ein Kölsch mit Jonas

Es ist einer dieser durchwachsen regnerischen Tage in Köln und es windet stark, als ich die Bahn an der Haltestelle am Eifelwall verlasse. Mein Ziel ist heute das „Paradies“. Eine eigenständige Kommune, am Rand von Sülz nur wenige Schritte von der Haltestelle der Linie 18 entfernt. Auf dem Platz haben sich Pfützen gebildet und zwei Securitys kontrollieren den Eingang gegenüber der Wohnhäuserfront. Inzwischen muss sich jeder Besucher eintragen, bevor er das „Paradies“ betreten darf.Im Paradies herrscht inzwischen schon Endzeitstimmung. Nur noch wenige Monate bleiben den letzten Künstlern und Lebenskünstlern, bis sie ihren aktuellen Wohnsitz verlassen müssen. Dort, wo aktuell noch selbst gebaute Holzhütten stehen und Menschen leben, soll bald der Bau des neuen Stadtarchives beginnen.

Im Zentrum des Platzes findet sich der gemeinsame Aufenthaltsraum, in dem ich mit Jonas Baeck verabredet bin. Durch die großen Fenster fällt viel Licht in den mit Kühlschränken, Sofas, einem Herd und einer voll funktionsfähigen Küche ausgestatteten Raum. Alte Wahlplakate und von anderen Menschen bereits weggeschmissene Dinge wie knallorange Markisen bilden das Dach. Die Verwertung von bereits verwertetem Material war im Paradies schon immer ein großes Thema. Nicht selten wurden Hütten in der einen Ecke abgebaut, um in einer anderen wieder aufgebaut zu werden. Und obwohl der Wind draußen nur so pfeift, bekommen wir drinnen nur wenig mit. Jonas selbst ist Schauspieler und lebt in Köln, sein Vater Rolf Tepel hat vor 9 ½ Jahren das Paradies gegründet und unter Duldung der Stadt eine einmalige kleine Siedlung entstehen lassen. Umringt von Bahnschienen und Häuserblocks haben hier in den letzten 9 Jahren über 15000 Menschen eine Heimat gefunden. Manche für länger – andere nur für ein paar Tage. Reisende, Flüchtende und Menschen auf der ewigen Suche nach sich selbst.

Und obwohl die Zukunft der letzten Paradies-Bewohner noch immer ungewiss ist, erzählt Jonas mit einem großen Leuchten in den Augen und viel Euphorie von seinen Erfahrungen im Paradies. Knapp fünf Monate hat Jonas selbst in einem Bauwagen im Paradies gelebt, um die Welt seines Vaters kennenzulernen. Während wir sprechen und Kölsch trinken, kommen immer wieder Anwohner vorbei. Setzen sich dazu, hören zu und verschwinden wieder in ihre eigenen Hütten. Vielleicht auch, weil man Jonas gerne zu hört, wenn er erzählt.

Den größten Teil seiner Jugend wuchs der 1981 in Köln geborene Schauspieler ohne seinen Vater in einem Dorf namens Klingelbach in Rheinland Pfalz auf. Er erzählt nicht nur von den schönen Erfahrungen, von Freiheit und dem Aufbau des kleinen Theaters, das sie gemeinsam im Paradies errichteten, um eigene Theaterstücke zu präsentieren, sondern auch von der Verantwortung. Von Menschen, die die Offenheit ausnutzen, bei denen das Nehmen größer war als das Geben. Trotzdem leuchten die magischen Momente der Gemeinschaft immer noch heller als die Schatten der schlechten Erfahrungen.

Inzwischen lebt Jonas mit seiner Freundin, die er ebenfalls im Paradies kennenlernte, in Köln. Den Mut, den sein Vater hatte, sich komplett für diesen alternativen Lebensweg zu entscheiden, hat er selber nicht, wie er ehrlich zu gibt, obwohl er großes Interesse und sehr viele wunderschöne Erfahrungen mit dieser Lebensform verbindet. Eine Ehrlichkeit und Reflektiertheit, die Jonas auszeichnet.

Genau diese Sehnsucht nach Zusammengehörigkeit und Toleranz war es auch, die ihn schon in der frühen Schulzeit zum Schauspiel brachte, deren Grundstein er mit seiner Ausbildung an der Bochumer Schauspielschule legte. Inzwischen ist er überwiegend auf der Theaterbühne zu sehen, Filmfans kennen ihn aber vielleicht sogar aus Filmen wie Lars von Triers Nymphomaniac oder Kleinstatthelden.

Schlussendlich verbringen wir fast 3 Stunden redend im Zentrum des Paradieses und Jonas gesteht mir dabei auch, dass er eigentlich gar kein so großer Kölsch-Fan ist, sondern dem Bier lieber einen guten Gin vorzieht. Ebenfalls eine Sache, die man nur selten aus dem Mund eines Kölners hört, die ich aber umso sympathischer finde.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Mit 16 im Kölner Underground

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
Mühlen Kölsch

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Am Kiosk

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Im Sonnenschein am Rhein

Flasche oder Glas?
Flasche

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Mit Pinkeln

Deine schönste Kölscherinnerung?
Mit meinem Bruder Beatles-Lieder grölend durch die Südstadt getorkelt

Kölsch: Reissdorf Kölsch 0,3
Wo: 
Paradies, Köln-Sülz

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#002 – auf ein Kölsch mit Catharina

Catharina. Blond, kreativen Brille, Bloggerin. Studentin. Sie vereint genau das, was man sich unter einem dieser jungen kreativen Medienmädchen vorstellt. Zumindest auf den ersten Blick. In Köln-Mülheim hat sie unweit der Von Sparr Straße vor Jahren mit viel Glück einewunderschöne zwei-stöckige Wohnung bekommen. Seit dem lebt die gebürtige Stuttgarterin, deren schwäbischer Dialekt unverkennbar ist, nach kurzem Zwischenstopp in München nun schon in Köln. Und das gerne. Es gibt unzählige Argumente, die Köln für sie zur schönsten Stadt des Landes machen. Vor allem von ihrer Faszination für Karneval, der Offenheit der Menschen und dem Gemeinschaftsgefühl schwärmt Catha, wie sie ihre Freunde nennen, als wir uns vom Zülpicher Platz  über die bereits von Menschen besiedelten Zülpicher Straße in Richtung Stiefel begeben. Der Stiefel mit seinen bekritzelten Altbauwänden gehört zu den Lieblingskneipen von Catharina, die sich sowieso am liebsten in Kneipen mit ihren Freunden auf ein paar Kölsch trifft, statt im noblen Partyschuppen abzusteigen. Eine Einstellung, die sie nicht mit vielen Frauen teilt. Für jemanden, der eigentlich immer von Berlin geträumt hat, ist sie inzwischen aber überglücklich. Ihr Design-Studium in Köln hat sie fast abgeschlossen und kann sich gut vorstellen, für immer in Köln zu bleiben. Beim letzten Kölsch des Abends gesteht sie mir zwischen den letzten feiernden Fußball-Fans dann auch, dass sie zwar gerne Kölsch trinkt, das bayrische Bier auch nach zwei Jahren immer noch für viel leckerer hält.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken?
Ich glaube das muss 2011 irgendwann gewesen sein, als fest stand, dass ich nach Köln ziehe und daher öfter dort rumlungerte.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
Früh/Reissdorf – Muss mich aber wohl für eine entscheiden, mh? Dann Früh.

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Die Frage find‘ ich komisch. Letztendlich bei mir im Kühlschrank, weil ich dann entscheide, welches Kölsch drin‘ ist. Ansonsten halt irgendwo in einer Kneipe – Stiefel oder so.

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Immer.

Flasche oder Glas?
Flasche – da ist mehr drin.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Zu kleine Gläser.

Deine schönste Kölscherinnerung?
Kurz: Eine Freundin und ich treffen uns auf ein Kölsch. Daraus wurden zwei. Daraus wurde Bekanntschaft mit einer Englische Messebesuchergruppe. Daraus wurden mehr Kölsch. Daraus wurden irgendwann Cocktails. Dann wieder Kölsch. Dann wieder nur wir zwei. Wieder Kölsch. Eine Nachtwanderung. Und noch einmal mehr Kölsch.

Kölsch: Gaffel Kölsch, 0,2 L / 1,50 Euro
Wo? Stiefel (http://stiefelkneipe.de)

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#001 – auf ein Kölsch mit Cedrick

Philipp Cedrick Kappius, der von seinen Freunden nur Ceddy oder Cedrick genannt wird, gehört zu den Menschen, die jeder von uns im Freundeskreis hat. Wir wuchsen im selben Dorf auf, haben dieselbe Schule besucht, hingen glaube ich sogar in derselben Stufe und haben nie wirklich eine gemeinsame Schnittmenge an Freunden und Interessen gefunden. Inzwischen sind einige Jahre ins Land gegangen und es zog uns beide nach Köln.Cedrick zog schon vor circa zwei Jahren her und schlägt sich nach eigener Aussage eher missverstanden durchs Studium. „Es muss halt irgendwann nur fertig werden.“, sagt er. Und zwar, damit er seiner großen Leidenschaft endlich komplett nachgehen kann: Dem Radio. Das hat ihn nämlich schnell in die Medienstadt Köln gezogen. Nach freien Mitarbeiten als Autor bei Radio Berg und Radio Neandertal, also kleineren Lokalradios, geht es heute für ihn im Auftrag von 1LIVE zum Beispiel nach London, um dort vom roten Teppich zu berichten. Weil ich große Freude an seinem journalistischen Werdegang habe, lud ich ihn zu aufeinkoelsch ein. Er konterte direkt und zeigte mir, was es heißt „Die Reihe runter zu gehen“ – so wie er es immer mit seinen Kumpels macht. An diesem sommerlichen Frühlingstag kauften wir das erste Bier also beim „Biermuseum“. Einem Büdchen direkt am „Goldenen Schuss“ im Belgischen Viertel. Neben den gängigsten Kölschsorten gibt es dort auch eine Riesenauswahl an belgischen Bier. Danach ging es den Abend über konsequent einen einzigen Kölner Straßenzug lang. Die komplette Brüsseler Straße runter, über die Roonstraße, bis zur Luxemburger Straße, wo wir schlussendlich unser letztes Kölsch trinken sollten. Unseren Weg schmückten unzählige Kioske und Kneipen, die Cedrick alle kurz vorstellte und ihre Vor- und Nachteile pointiert zusammenfasste, während wir uns am Peters Kölsch erfreuten. Dem wohl einzigen Kölsch mit klassischem Flensburger-Plopp-Verschluss. Oder fällt euch ein anderes ein?

Dein erstes Kölsch hast du wann getrunken?
Ganz heimlich im Jahr 2004 mit 13 als Dauerkarteninhaber in der Linie 1 auf dem Weg zu ’nem Heimspiel des FC. Übrigens mit mächtig Schiss in der Buxe, dass die Polizei uns erwischt. Oder Mama.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
Variiert zwischen Peters, Päffgen und Mühlenkölsch. Für Auf ein Kölsch! – hab ich Peters genommen. ‚Ne gute Mischung zwischen Understatement und Plopp-Geräusch. (lacht)

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Also vom Fass zum Beispiel in der Brauerei zur Malzmühle am Heumarkt oder im Päffgen Brauhaus in der Friesenstraße. Und Flasche: ist doch fast immer gleich, lieber Ben! (lacht)

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Im Sommer. Abends. Am Rhein oder im Park.

Flasche oder Glas?
Sehr paradox für mich: Ich bin eigentlich ’nen Opa-Style-Bier-ausm-Glas-Trinker. Aber Kölsch schmeckt mir besser aus der Flasche.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Karneval – definitiv! Und da ist es meist kein Genuss, sondern leider nur Mittel zum Zweck. (lacht)

Deine schönste Kölsch-Erinnerung?Oha! Das ist wirklich schwierig bei den diversen schönen Momenten mit all den tollen Menschen, wenn man im Rheinland aufgewachsen ist. Vielleicht lieber eine persönliche Erkenntnis: Der Satz „Komm, noch ein letztes Kölsch heute…“ muss nicht zwingend der schlechteste des Abends sein. Auch wenn das häufig der Fall ist. Wirklich.

Kölsch: Peters Kölsch, 0,33 vom Kiosk. 1,30 EuroWo? Brüsseler Str.

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Der Weg zum eigenen Netzwerkspeicher – Teil 2

Nachdem ich Euch mit Teil 1 bereits das Grundkonzept meiner geplanten Netzwerkspeicherlösung vorgestellt habe, folgt nun Teil 2. Hier lege ich das Augenmerk auf das Herzstück eines Speichersystems – die Festplatten. Anders als in Desktop-PCs oder externen Gehäuse müssen die Festplatten in einem NAS nämlich ganz anderen Ansprüchen gerecht werden.

Wie ihr schon erfahren habt, habe ich mich bei der Systemlösung für ein DS415+ aus dem Hause Synology entschieden. Das Gehäuse mit Intel Atom Prozessor bietet Platz für 4 Festplatten und arbeitet in meiner aktuellen Konfiguration mit vier der beliebten WD Red’s mit jeweils 6 TB Speicherkapazität. In Summe macht das ein Datenvolumen von 24 TB.

Mit den WD Reds hat Western Digital eine Festplatten Serie auf dem Markt, die speziell für den Einsatz in NAS System entwickelt wurden. Anders als herkömmliche Festplatten sind die REDs also für einen ständigen Betrieb 24/7 und eine fortwährende Verfügbarkeit ausgelegt. Dazu zählt auch einige geringe Wärmeentwicklung, die sonst schon bei vier Festplatten in einem engen und schlecht belüfteten Gehäuse zu Problemen führen kann. Energieeffizienz und die Kompatibilität für den reibungslosen Aufbau eines RAID-Systems sind weitere elementare Eigenschaften, welche die WD RED Serie für den Einsatz im eigenen Heimserver zertifizieren.

Per SATA 6 Schnittstelle lassen sich Daten mit theoretischen 6 GB/s übertragen. Ab einer Größe von 2 TB Verfügung alle RED Platten außerdem über einen beschleunigenden 64mb Cache. Nach durchschnittlichen Herstellerangaben reicht der Speicherplatz von 6 TB für 1.200.000 Fotos, 461 Minuten Film und 1.500.00 Songs.

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Die Wahl des RAIDs

Die Wahl des passenden RAID System stellt auch immer eine kleine Qual dar. Sicherheit? Oder doch lieber Speicherplatz? Wie sieht es mit der Geschwindigkeit aus? Fragen über Fragen. In meinem Fall habe ich mich für einen Kompromiss aus Sicherheit und Speicherplatz entschieden und die Geschwindigkeit mit weniger Priorität etwas hinten angestellt. Damit von den 24 TB immerhin noch die Hälfte verwendbar bleibt, habe ich im DS415+ Interface jeweils zwei Festplatten gruppiert und als RAID 1 definiert.

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Somit bilden 2×6 TB immer ein Festplattenpaar, welches als gegenseitiges Backup funktioniert. Alle Dateien der Festplatte 1 werden somit automatisch auch auf Festplatte 2 gesichert. Sollte einmal eine der beiden Festplatten den Geist aufgeben, stehen die Dateien in der Theorie immer noch auf Festplatte 2 zur Verfügung. Gleichzeitig verliere ich nur die Hälfte meines Speicherplatztes. Fallen aus irgendeinem Grund beide Festplatten in einer RAID Gruppe aus (zum Beispiel Festplatte 1 und 2) sind alle darauf gespeicherte Daten verloren. Dies ließe sich in dieser Konfiguration nur umgehen, in dem man zum Beispiel auch Festplatte 3 oder 4 spiegeln lässt, womit schlussendlich 3 Backups der ersten Festplatte vorliegen würden und nur noch 6 TB Speicherplatz zur Verfügung stehen. Hierbei würde man von einer Kombination aus RAID 0 + 1 sprechen.

wd-red-raid

Der Weg zum eigenen Netzwerkspeicher

Transparenz: An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass diese Serie von WesternDigital und Synology unterstützt wird. Beide Hersteller haben mir die entsprechenden Produkte zum Testen zur Verfügung gestellt. Ohne diese Unterstützung würde es diese Serie vermutlich nicht geben und ich hätte nicht die Chance gehabt, mich so intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Außerdem möchte ich mich noch einmal beim Kollegen Camillo bedanken, der mir in unzähligen Skype-Sessions beratend zur Seite stand!

Der Weg zum eigenen Netzwerkspeicher – Teil 1

Die Flut an Daten, die inzwischen täglich auch digital anfallen, ist enorm. Ich rede hier nicht mehr von Filmen, Musik und Spielen, die schon immer viel Festplattenplatz belegten, nein. Inzwischen sind es Bilddateien wie RAWs und verschiedene JPG Versionen oder PSD Projektdateien, Lightroom-Kataloge und Videos für YouTube. Die Datenmengen sind schon bei mir als kleiner Nischenblogger enorm und sprengen die Festplatten an allen Ecken und Enden. Bis jetzt habe ich auch noch kein Wort zum Datenbackup verloren, welches denselben Platz gleich noch einmal belegt. Außerdem ist eine gute technische Infrastruktur im eigenen Heimnetzwerk auch unglaublich wichtig für den eignen Workflow.

Und weil ich gerade aufgeräumt hatte, neuen Platz brauchte und mir dachte, Euch könnte das Thema mit Sicherheit auch interessieren, habe ich mich hingesetzt und mit WesternDigital und Synology an einer kleinen dreiteiligen Serie gearbeitet, die Euch helfen soll, Euch im Heimnetzwerk einzurichten. Und so könnte es gehen…

Schritteins: Die Grundidee

Mein Anspruch ist inzwischen relativ klar. Nach Testproben mit den MyCloudsexternen FestplattenNetzwerkfestplatten und kleineren NAS-Systemen musste jetzt etwas Größeres her. Die Checklist dafür lautete:

  1. Speicherplatz: Es muss genügend Platz vorhanden sein, um das Datenvolumen eines Jahres zu schlucken
  2. Geschwindigkeit: Damit in Zukunft alle Dateien aus dem Netzwerk bearbeiteten werden können, muss das System schnell sein!
  3. Sicherheit: Es muss sich selbst sichern ohne manuellen Aufwand

Diese drei Grundsteine waren mir beim Aufbau des Netzwerks enorm wichtig!

Schrittzwei: Das Netzwerk

Zu Anfang habe ich auch überlegt, wie ich meine bisherigen Lösungen verbessern kann. Also habe ich ein Konzept skizziert.

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Damit wird die MyBook Live Duo von WD zum Mediaserver für Musik und Filme. Insgesamt 2 x 4TB (links), die sich selbst spiegeln. Der iMac ist weiter die feste Arbeitsstation, die auf eine 2 TB große G-Technology G-Drive gebackuped wird. Ein kleiner Teil der G-Tech dient als ungesicherte Datenauslagerung zum Beispiel für größere Downloads und Installationsdateien. Die Fritzbox 7490 gibt das DSL-Signal ins interne Netzwerkweiter und eröffnet gleichzeitig ein Wlan für Gäste (siehe mein Artikel über Guestwlan). Der 8-fach Gigbit Switch verbindet alle Geräte per Kabel. Auf der Skizze nicht zu sehen, sind zum Beispiel Netzwerkdrucker, Scanner und weitere Unterhaltungsgeräte. Somit war klar, dass das zukünftige NAS über den Switch ins Netzwerk eingebunden werden sollte und optimaler Weise auch 2 Netzwerkanschlüsse hat. Im selben Netz sollte es später möglich sein, auch per Wifi über das MacBook, das iPhone oder das Apple TV auf die Dateien zuzugreifen. Zum Beispiel um finale Bilder auf einem größeren Monitor (Fernseher) zu besprechen oder auch von dort die exportieren JPGs direkt per iPhone in die sozialen Netzwerke einzuspielen. Soweit der Plan.

Schrittdrei: Das Produkt

Nach meinen letzten Tests mit Synology und WesternDigital habe ich gemerkt, das die Synology Systeme etwas schneller liefen. Also ist die Wahl auf das DS415+ gefallen.  Das DS415+ bietet Platz für 4 Festplatten und ist dank zweier Netzwerkanschlüsse auch bei der Datenübertragung abgesichert. Außerdem konnte mich der Powerknopf am Gehäuse überzeugen, sodass das NAS auch kurzerhand ausgeschaltet werden kann. Weitere Pluspunkte sammelten die USB-Anschlüsse, mit denen auch externe Festplatten direkt verbunden werden können. Ein Intel Atom C2538 mit 2,4 GHz und 2 GB DDR3 sind sogar schneller als mein erster Gamer-PC. Kompatibel bis 24 TB Festplattenkapazität sollten fürs nächste Jahr definitiv reichen und eine Gerätelautstärke von 20.2 dB waren mir besonders wichtig, weil das Gerät immerhin in meinem Arbeitszimmer steht.

Wer mehr Technikspezifikationen zum Produkt wünscht, darf gerne auf der Synology-Website nachschlagen. Hier geht’s lang…

Ohne Festplatten kostet das DS415+ von Synology mit den oben genannten Spezifikationen aktuell rund 550,00 Euro auf Amazon und richtet sich damit an die ambitionierten Kleinunternehmer und Heimnetzwerker mit hohem Netzwerksinn.

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Der Weg zum eigenen Netzwerkspeicher

Transparenz: An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass diese Serie von WesternDigital und Synology unterstützt wird. Beide Hersteller haben mir die entsprechenden Produkte zum Testen zur Verfügung gestellt. Ohne diese Unterstützung würde es diese Serie vermutlich nicht geben und ich hätte nicht die Chance gehabt, mich so intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Außerdem möchte ich mich noch einmal beim Kollegen Camillo bedanken, der mir in unzähligen Skype-Sessions beratend zur Seite stand!

MyPassport Wireless von WD: Drahtloser Speicherplatz mit Backup-Funktion für SD-Karten

Verdammte Axt! Wie sehr verfluche ich seit dem Release der My Passport Wireless die Jungs und Mädels bei WD. Das hätte den doch wirklich mal drei Wochen früher einfallen können, oder? Schließlich hatte ich mich gerade mit Jannis zum Roadtrippin‘ vom Rechner weggeschwungen und hätte für genau so eine Festplatte wahrscheinlich sogar meine Schwester verkauft. Stattdessen saßen wir alle zwei Tage mit Laptop, Steckerleiste, unzähligen Kabeln und zwei Festplatten in irgendeiner Lokalität (meistens MC) und schoben unsere Videos und Bilder von SD Karten auf den Laptop. Wisst ihr, was das ist? Scheiße ist das!

Nunja und ziemlich genau nach meiner Rückkehr stellt WD dann diese Festplatte vor. Handlich, mit eigenem Akku und SD-Karten-Slot. Per Wifi kann auf die Festplatte zugegriffen und der Kopierprozess der Daten gestartet werden. Alles übersichtlich dargestellt auf einem gelungenen Dashboard. Somit ist zur Verwaltung nicht mal eine nervige Hersteller-App nötig. An dieser Stelle muss ich noch einmal fluchen: Verdammter Mist ist das geil!

Das WD mit der My Passport Wireless einen Nerv getroffen hat, bestätigt auch meine Inbox, die sich wenige Stunden nach der Pressemitteilungen schon mit Anfragen zur Festplatte, ersten Feedback Wünschen und Testmuster-Anfragen füllte. Inzwischen hatte ich den kleinen Kasten auch in der Hand und bin begeistert! 2 TB sind zwar nicht viel Platz und auch der Preis ist ordentlich, aber wie großartig ist einfach diese Funktionsweise, Einfachheit und die Möglichkeit jederzeit ein Backup seiner SD Karte erstellen zu lassen. Praktisch on-the-fly, oder on-the-shoot, oder on-location. Nennt es wie ihr es wollt, ich hätte davon jedenfalls einige auf unserem Roadtrip gegen Rechner und USB-Platte getauscht.

An dieser Stelle bleibt für mich wirklich nur zu sagen: „Good Job“ WesternDigital! Beim nächsten Mal dürft ihr auch gerne früher mit so etwas um die Ecke kommen!

Die MyPassport Wireless gibt es mit Kapazitäten von 500 GB, 1 TB und 2 TB. Die kleinere Variante kostet aktuell rund 170 Euro. Für die 2 TB Variante müsst ihr 240 Euro hinlegen. Die uninteressante 500GB Variante gibt es für 130 Euro.

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Einen technischeren Blick auf die Platte hat unter anderem Thomas Reimann geworfen, eine Rezension findet ihr bei ihm.

Transparenz: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch Western Digital, die uns das Produkt für unseren Testbericht zur Verfügung gestellt haben.