Making-The-Book: Buchversand & Logistik

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Einer der großen Vorteile, wenn man sein Studio nicht in einem Bauernhof auf dem Land hat, sondern in einem von Kölns größten Künsthäusern, sind die vielen Nachbarn. Schon bei meinem ersten Bildband vor vier Jahren habe ich von dem Wissen meinen kreativen Nachbarn im Studio Umfeld profitieren können. Neben der Hilfe bei der Kuration durch Sebastian H. Schroeder haben auch Jennifer Braun als helfende Hand und Philip Lorenz als logistischer Berater einen großen Einfluss gehabt. Um letzteren soll es in diesem Blogpost gehen. Denn was ich dadurch gelernt habe, möchte ich hier nun weitergeben.

DHL Geschäftskunden Zugang

Philip gab mir damals erst einmal den Tipp mich bei der DHL als Geschäftskunde zu registrieren und einen Vertrag mit dem Dienstleister abzuschließen. In einem überaus hässlichen Interface kann ich dort meine Versandlabels erstellen und auf das entsprechende Label drucken. Die Labels kann man direkt über das DHL Geschäftskundenportal bestellen. Ich glaube 1000 A5 Klebelabels kosten irgendwas um die 17,00 Euro.

Die meiste Zeit nach dem Crowdfunding verbrachte ich also damit, die ganzen Datensätze in den Tabellen so aufzubereiten, dass ich sie im DHL-Importer als Kontakte importieren und daraus die entsprechenden Labels generieren lassen konnte.

Mein erster Bildband war mit 1,6 Kilo nicht leicht. Deswegen entschied ich damals keine Warensendungen über den Deutsche Post Shop zu verschicken, sondern Päckchen. Die haben den Vorteil, dass sie auch für die 3 oder 4 Euro Versand getrackt werden können.

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Versandadressen in endlosen Excel-Listen für den Import vorbereiten

Heute noch angenehmer dank Shopify

Seit dem Release von meinem zweiten Bildband „Tage Danach“ nutze ich Shopify als Shopsystem. Das hat den großartigen Vorteil, dass ich über eine DHL Api den Shop direkt mit meinem Geschäftskunden Konto bei der DHL verbinden kann und die Labels für die entsprechenden Bestellungen direkt aus dem Backend des Shop Systems erstellen lassen und anschließend drucken kann. Ein sehr geiles Feature, was tatsächlich viel Arbeit erspart und über das ich sehr sehr happy bin.

Ein neuer Drucker musste her

Für die bessere Abwicklung der Bestellungen im täglichen Office-Betrieb, habe ich dann auch in einen neuen Drucker investiert. Grund dafür war in erster Linie ein zweiter Papierschacht. Mein alter hatte nämlich nur einen Papierschacht was dazu führt, dass man ständig das Papier wechselt. Nicht selten habe ich Rechnungen also auf DHL Labels gedruckt und Versandlabels auf Din-A4 Kopierpapier. Damit ist jetzt schluss, denn mein neuer Samsung Drucker hat in Schacht 1 die DHL Klebelabels und in Schacht 2 das normale Kopierpapier.

Um gar keine Fehler mehr zu machen, habe ich mir übrigens angewöhnt die Shop-Adminstration nur über den Google Chrome Browser zu machen, der immer auf Schacht 1 druckt. Aber das nur mal am Rande. Ich verwende übrigens seit Beginn meiner freiberuflichen Tätigkeit Samsung Drucker für den Office-Betrieb und bin jetzt mit einem Samsung proXpress C3060FR (Amazon-Link) unterwegs, der von einem regionalen Dienstleister gewartet wird und über den ich auch die passenden Toner beziehe.

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Jenny. Zwischen Büchern und Verzweiflung

Logistische Vorteile am Studio

Mit der Entstehung meiner Bildbände, haben sich auch ein paar Vorteile des Studios herauskristalisiert, über die ich vorher noch gar nicht so intensiv nachgedacht habe. Die wohl größten drei logistischen Vorteile sind nach meinen letzten Erfahrungen:

  1. Wir haben ein Rolltor und einen Lastenaufzug. Das macht sowohl die Anlieferung der Bücher-Paletten als auch die Abholung der DHL sehr einfach. Nachteil, diese Stufe im Atelier macht es unmöglich mit dem Hubwagen durchzufahren. Leider. Aber irgendwas ist ja immer.
  2. Packstation nebenan. Beim Aldi nebenan haben wir eine Packstation. Falls also mal eine Abholung nicht stattfindet, kann ich die Pakete zur Not in die Packstation werfen und muss nicht zur nächsten Postfiliale. Auch unter Corona Aspekten sehr angenehm.
  3. Genug Platz! Es gibt genug Platz zum Verpacken der Bestellungen. Es nervt irgendwann immer, wenn Europaletten in jeder Ecke stehen – aber es gibt Platz, dass sie irgendwo stehen.

Warum kein Logistikpartner?

Eine berechtigte Frage, ist die Frage nach einem Logistikpartner. Davon gibt’s inzwischen einige. Auch die Druckerei Siepmann kann den Versand nach dem Druck übernehmen. Ich habe mich mit meinem ersten Bildband dagegen entschieden. Dafür könnte ich viele Gründe nennen. Zum Beispiel, dass die Marge am Buch das nicht hergibt. Oder, dass es sich nicht lohnt einen Logistiker zu beauftragen, der die Ware einlagert, wenn nach dem Crowdfunding oder dem Release nur noch vielleicht 10 Bücher im Monat das Lager verlassen und somit irgendwann Lagerkosten fällig werden. Alles plausible Argumente. Mein wichtigstes ist aber, dass ich die Bücher signiere und persönlich widme. Das kann niemand anderes machen, außer mir. Außerdem mag ich’s die Bestellungen zu verpacken und zu verschicken. Ich finde es gehört zum Prozess dazu. Ich mags zu wissen, wer Bücher bestellt hat und wohin sie sich in die Welt auf den Weg machen.

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Fertig für den Versand

Die richtigen Versandkartons

Einen weiteren Tipp, den mir Philip damals gab, bezog sich auf die Versandkartons. Er verschickt Pakete in die ganze Welt mit seiner Firma und hat auch einige Sonderproduktionen auf Lager. Er gab mir den Tipp, dass ich die Bücher am besten in sogenannten Wickelverpackungen verschicke, weil die sich bestens an die Formate anpassen lassen und das Buch in der Versandverpackung weder rutscht, noch bei einem Sturz direkt beschädigt ist. Auch wenn es Ziel meiner Bücher ist, dass sie mit ihrem Softcover spuren tragen und sich abnutzen, will ich natürlich auf keinen Fall, dass die Bücher beschädigt ankommen. Darum habe ich damals in großen Mengen Wickelverpackungen gekauft. Ab 500 Stück fällt auch langsam der Einzelpreis in richtung 1 Euro und wird damit erträglicher.

Ich bekomme übrigens die meisten Bücher, die mir geschickt werden, in klassischen Versandkartons und nicht in Wickelverpackungen. Bis heute habe ich diese etwas kostspieligere Entscheidung aber nie bereut, auch wenn andere mit günstigeren Verpackungen verschicken und es auch funktioniert. Bin ich den Wickelverpackungen bis heute treu geblieben. Hab aber ja auch genug auf Lager 😉

Die kostenfreie Bedarfsabholung

Und jetzt der Jackpot. Sobald ich die Bestellungen gepackt habe, beauftrage ich eine Bedarfsabholung über das Geschäftskundenportal und am nächsten Tag nimmt ein DHL Bote meine Pakete aus dem Studio direkt mit. Da die DHL hier sowieso jeden Tag vorbeikommt, drücke ich den Boten aber auch hin und wieder so ein Paket in die Hand. Das ist für mich so ein großer Service-Gewinn, dass ich kaum noch in der Filiale anzutreffen bin. Im Gegenteil. Inzwischen landen wichtige Einzelsendungen einfach direkt in der Packstation nebenan. Das alles spart Zeit, Nerven und Transferzeit. Was ich für den täglichen Versand mehr als angenehm finde.

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Abholung der gepackten Bücher von der DHL
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Gedruckte DHL Labels zum Aufkleben auf die Buch-Pakete

Auf jeden Fall geht’s bald wieder los mit der Versandaktion für meinen dritten und letzten analogen Bildband namens „Paradies“, der am 1. Dezember erscheinen wird und den ihr bis dahin auf shop.chips-und-champagner.com vorbestellen könnt.

von

Hej, ich bin Ben. Ich wohne und arbeite in der wunderbaren Stadt am Rhein – Köln. Unweit des Rheins ist auch mein Studio. Hier schreibe ich über alles, was mich gerade interessiert.

Comment (1)

  1. […] ich meinen ehemaligen Blogpost von vor ein paar Jahren noch einmal modernisiert und unter dem Titel „Making the Book: Buchversand & Logistik“ hier neu veröffentlicht. Weil auch mein zweiter Bildband inzwischen bereits zwei Jahre alt ist, […]

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