Marisa Papen. Das Modell mit der schönsten Website?

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Hier und heute möchte ich mal absolut unironisch Werbung für das international Arbeitende Akt-Fotomodell Marisa Papen machen. Die meisten fotografisch interessierten Menschen werden hier und da schon über sie gestolpert sein. Unzählige Instagram- und Facebook Bans mit eingeschlossen. Nacktheit und die Community-Richtlinien dieser sozialen Netzwerke gehen nämlich nicht so richtig gut zusammen. Ich selbst durfte diese Erfahrungen schon das ein oder andere Mal auf Facebook sammeln. Meist in den erdenklich ungünstigsten Zeitpunkten. Einer der Gründe warum sich viele Kreative in diesen Aufnahmebereichen in die Netzwerke Patreon oder OnlyFans zurückziehen. Wo sich der eigene Content auch deutlich besser monetisieren lässt. Trotz häufig kleineren Reichweiten.

Was mir an Marisa Papen dabei aber besonders gefällt, ist ihre Website. Anders als viele Fotomodelle hat die gebürtige Belgierin nämlich nicht nur eine Website – sondern sogar eine ziemlich gute. Mit viel Liebe zum Detail, schönen Fotos und gelungenem Design. Das fängt bei dem persönlichen Logo ihres Namens an, in dem zwei Brüste die „P’s“ ihres Nachnamens zieren und geht bis zu kleinen animierten Illustrationen. Auch die Sortierung ihrer Fotostrecken nach Aufnahmeländern im „Naked Atlas“ ist eine erfrischende Idee.

Wenn auch die Qualität der eigentlichen Fotoaufnahmen natürlich schwankt, was sich bei so viele Shootings im Jahr mit so vielen verschiedenen Fotografen nicht bzw. schwer vermeiden lässt, sorgt ihre Website für ein gelungenes Gesamtbild. Mit dem man sich durchaus kurzweilig auseinandersetzen kann.

Gerade die provokanten Fotostrecken werden nicht jedermanns Geschmack sein, ich für meinen Teil finde sie aber ein absolut rechtfertigbares Mittel für Marisa’s selbstergewählten Aktivismus. Für Nacktheit und weniger Restriktionen. Über „Deutschland“ schreibt Marisa im Naked Atlas vor ihren Fotostrecken zum Beispiel:

Germany’s passion for clotheslessness finds its origins in late-19th-century health drives when stripping off was seen as part of a route to fitness and sunbathing a possible cure for TB and rheumatism. In 1920, while the rest of Europe was still getting feverish over the sight an exposed ankle, Germany established its first nude beach on the island of Sylt. Barely a decade later, the Berlin School of Nudism, founded to encourage mixed sex open-air exercises, hosted the first international nudity congress. Today, there are about 600,000 Germans registered in more than 300 private nudist/FKK clubs and a further 14 affiliated clubs in Austria.

Naked Atlas – Deutschland – Marisa Papen Website

Wem also auf den gängigen sozialen Netzwerken etwas langweilig wird, weil es zum einen die Zensur, zum anderen nur wenig individuelle Gestaltungsmöglichkeiten gibt, der sollte mal bei Marisa Papen auf der Website vorbeischauen. Mir hat schon lange nichts im fotografischen Kontext soviel Spaß gemacht, wie dieses kleine digitale Zuhause des belgischen Fotomodells und selbsternannten Aktivistin für die Nacktheit.

Also liebe Fotomodelle da draußen, baut Euch doch einfach mal wieder eine schöne eigene Website, die ganz Euch gehört und wo ihr der Chef seid. Muss ja nicht direkt so gut, wie die von Marisa sein 😉

PS: Es entspricht übrigens der Wahrheit, wenn ich Euch erzähle, dass ich schon das ein oder andere Nachwuchsmodell kennenlernen durfte, welches Marisa Papen als ihr Vorbild bezeichnete. Beim Anblick der Website kann ich das heute noch besser verstehen, als damals schon.

von

Hej, ich bin Ben. Ich wohne und arbeite in der wunderbaren Stadt am Rhein – Köln. Unweit des Rheins ist auch mein Studio. Hier schreibe ich über alles, was mich gerade interessiert.

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