Meine ersten Silbersalz Filme

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Als Silbersalz das Licht der Welt erblickte, konnte ich natürlich nicht wegsehen. Viel zu gut ist die Idee, viel zu schön ist auch die digitale Präsenz der Jungs. Zugegeben: Echten FilmFilm auf 35mm zu bringen und für ganz normale 35mm Fotokameras zugänglich zu machen, ist geil. So, wie es CineStill auch schon macht. Nur das Silbersalz eben das deutsche Pendant ist. Ich habe also zugeschlagen, jetzt endlich aber auch mal die Filme vollgehabt und zurückgeschickt.

Es ist über ein Jahr her, dass ich mir das kleine Testpaket von Silbersalz sicherte. 4 verschiedene Filme in dem kleinen Filmcase für damals 39,99 Euro. Ein ziemlich guter Preis für vier 35mm Filme inklusive Entwicklung, Scans und dem Porto für den Rückversand ins Labor.

Bis letzten Monat hat es gedauert, dass ich diese vier Filme endlich voll gemacht hatte und zurück ins Labor schicken konnte. Dass ich dabei einen in meiner AE-1 vergessen und nun vernichtet habe, ist dann eben passiert. Anfang der Woche kam dann auch die Bestätigungsmail meiner eingetroffenen Filme. Jetzt zum Wochenende war dann auch die DropBox mit den Scans gefüllt. Preview JPGs, Raws als unkomprimiertes JPG2.

Die wenigen verwertbaren Ergebnisse meines Silbersalz Ausflugs, gibt’s jetzt hier.

Silbersalz 35mm 050D (Daylight) Film

Den Anfang macht der Silbersalz35mm 050 Daylightfilm. Die Ergebnisse finde ich tatsächlich erstaunlich gut. Sowohl farblich bei Tageslicht, als auch geblitzt oder im Dämmerlicht. Was mich tatsächlich verwundert.

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Silbersalz 35mm 200T (Tungsten)

Silbersalz 35mm Film 500T (Tungsten)

Noch verwertbare Ergebnisse hat der Silbersalz35 500T ausgespuckt. Tungsten sollte sich eigentlich besser für Kunstlicht eigenen. Erzeugt in meinem Fall aber so ein wunderschön flaches Bild bei Tageslicht, was ich gar nicht so super schlecht finde. Ist aber Geschmacksache.

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Ich kann nicht ausschließen bzw. halte es sogar für sehr wahrscheinlich, dass ich in meiner Contax T2 nicht unbedingt die besten Einstellungen für den Silbersalz Film gewählt habe. Trotz der Empfehlung der Überbelichtung von einer Blende. Allerdings bestätigen sich mit meinen Ergebnissen jetzt auch bisschen die Meinung, dass die Beispiele auf der Website stark von den meisten Ergebnissen abweichen. Ich hatte das schon im Podcast mit Jörg mal behauptet, dass selbst bei den Fotografen die ich als technisch sehr versiert einstufe, die Silbersalz Ergebnisse oft Meilenweit von den Beispielfotos der offiziellen Website abweichen.

An dieser Stelle ist für mich umso interessanter, ob das Material out-of-cam kommt, oder die meisten meiner Kollegen mit den sehr guten RAW-Scans arbeiten und eben digital noch einmal eine Schüppe drauflegen. Was mir ein bisschen wiederstrebt, die analogscans noch einmal anfassen zu müssen. Andererseits sieht man auch an meinen paar Beispielfotos, dass der Look schon cool ist, wenn es viel Licht gibt. Das könnte auch auch der Grund sein, warum die Beispielfotos der Fotografischen Awender, zum Beispiel im kürzlich veröffentlichen YouTube Video von Silbersalz so balleren. Viele davon sind einfach in wärmeren und lichttechnisch schöneren Gegenden als Köln entstanden.

Mein persönliches Fazit zu den Silbersalz Filmen

Das wichtigste ist dann aber doch vielleicht das persönlichste. Ich mag das Projekt “Silbersalz” und finde es auf jeden Fall unterstützenswert. Ich werde mit Sicherheit irgendwann auch mal einen neuen Versuch starten und vielleicht etwas mehr über die Fotos und den Film nachdenken. Zum jetzigen Zeitpunkt und mit den hier gezeigten Beispielen glaube ich aber, dass der Silbersalz Film nichts für mich. Irgendwie entspricht er nicht meiner Art zu fotografieren und verzeiht vielleicht auch zu wenig Fehler. Da ist mir der Kodak Gold geblitzt und ungeblitzt einfach die sichere Variante. Den kann ich dann nämlich immer noch für geile Scans ins Mein Film Lab schicken.

Mit der Preiserhöhung auf 59,60 Euro ist das Silbersalz Sorglospaket in meinen Augen nämlich auch finanziell nicht mehr so super interessant im Vergleich zur Entwicklung im Mein Film Lab.

Trotzdem glaube ich, dass einfach jeder seine eigenen Erfahrungen machen sollte. Schließlich unterstützt ihr mit Eurer Bestellung immer noch ein paar Filmdudes aus Deutschland, die einfach eine Idee hatten und vielen anderen damit auch viel Spaß und ein gutes Produkt bereitstellen.

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Silbersalz 35mm 050T mit der Contax T2

Für eine Überraschung war der Silbersalz Ausflug aber dennoch gut. So durfte ich feststellen, dass ich letztes Jahr Ostern noch ein Foto von meiner Oma gemacht habe, was ich tatsächlich vergessen hatte. Umso mehr freue ich mich, dass es dieses Bild heute gibt.

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6 comments
  1. Der Silbersalz35 ist ein Cinefilm. Wie geht man mit einem Cinefilm um? Genauso wie mit einem C41-Film? Nee, ganz bestimmt nicht. Wer keine Lust hat, die Bilder nach dem Scannen zu bearbeiten, hat nicht verstanden, wie man Cinefilm behandelt. Der Look des Films entsteht in der Post-Production – und nirgendwo sonst!!! Warum soll der Film eine Blende überbelichtet werden? Damit der Film mit so vielen Informationen gesättigt wird, wie es eben geht. Deswegen gibt es auch von Silbersalz die RAW-Dateien. Übrigens, Quentin Tarantino benutzt ebenfalls den Kodak Vision 3. Ich kenne kein Film von ihm, der solch schlechte Ergebnisse liefert, wie die Bilder auf dieser Website. Also, nochmal, Cinefilm muss bearbeitet werden. Wer das nicht will, sollte sich nicht über schlechte Ergebnisse ärgern, sondern lieber über sich selbst. Nimm doch einfach C41 und gut ist.

  2. Hi Ben,
    Du ich muss dem Thomas auf jeden Fall recht geben, wenn auch nicht mit diesen Militantem Ton?! Die Filme verlangen nach einem regelrechten Graiding. Ich selbst war auch sehr erschrocken, als ich meine RAW-Scanns zum ersten Mal öffnete. Wenn gleich ich mich schon intensiv im Vorfeld mit der Weiterverarbeitung meine Bilder beschäftigte. Du kannst deine Beispiele doch einfach noch einmal durch einen RAW-converter jagen, um bei einer guten Bearbeitung, tolle Ergebnisse zu erzielen.
    Vielleicht, viel Spaß 😉 und liebe Grüße

    1. Hej Kay,
      danke für deine aufmunternden Worte, aber ich kann mit Thomas Ton auch gut leben. Allerdings bleibe ich weiterhin bei meinem Standpunkt, den ich auch schon im Post selbst vertreten habe: Wenn ich analog fotografiere, möchte ich nicht noch Bilder graden müssen. Es gibt mit Sicherheit viele, denen das Spaß macht und die sich freuen, dass sie aus dem Silbersalz durch das RAW noch so viel rausholen können, ich für meinen Teil werde damit aber nicht warm.
      Einen zweiten Versuch gebe ich dem Silbersalz aber bestimmt irgendwann mal 🙂 Vielleicht bekomme ich ja doch mal Lust drauf 😉
      Grüße,
      Ben

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