Lang lebe der Mittagsschlaf!

Egal, ob ihr es klassischen Mittagsschlaf oder neumodern auch gerne “power-nap” nennen wollt. Ich für meinen Teil habe eine sehr lange und intensive Beziehung zum Mittagsschlaf. Er rettet mir den Tag. Und das schon sehr sehr lange.

Angefangen hat es irgendwann in der Schule. Entweder waren es die großen Pausen oder die Freistunden. Die Schülervertretung hatte einen Pausenraum initiiert. In meiner “Legislatur-Periode” haben wir den Raum ein bisschen schöner gemacht und die Couch wurde zu meinem besten Freund.

In der Ausbildung pflegte ich diese Kultur weiter. Was einst das Sofa im Oberstufenraum war, wurde das Sofa im Pausenraum. Den Kapuze des Hoodies weit über den Kopf gezogen, Kopfhörer ins Ohr und den iPhone Wecker auf 30 Minuten gestellt. Später wanderte für den Sommer eine Saunaliege ins Büro, mit der ich es mir in der Mittagspause auf dem Parkplatz hinter dem Büro in der Sonne gemütlich machte. Kopfhörer ins Ohr und den iPhone Wecker auf 30 Minuten gestellt. Wenn man es lange genug durchzieht, braucht man irgendwann sogar keinen Wecker mehr. Beim letzten Song vor dem Klingeln wurde ich automatisch wach. Dann ging’s zurück an den Schreibtisch. Eine Mittagsroutine, die ich übrigens bis heute durchziehe. Und das nun schon seit fast 10 Jahren.

Für mich hat sich die halbe Stunde als perfekt bewährt. Ein paar Minuten bis zum wegdösen, sodass am Ende vielleicht 15–20 Minuten effektiv übrig bleiben. In meinem Studio folgte dann eine größere Couch, später ein Bett. Selbst auf der ein oder anderen Tour oder meinen eigenen Veranstaltungen, findet der Mittagsschlaf von 20 Minuten immer seinen Platz. Er ist zu einer nicht mehr wegdenkenden Mittagspause geworden. Von 7 bis 9 Uhr hat man im Office meist noch Ruhe, bevor damals die Kollegen kamen oder heute das Telefon klingelt und die E-Mails reinprasseln. Zwischen 12 Uhr signalisiert mir mein Körper automatisch eine kleine Pause. Danach geht’s dann Ende weiter. Ende offen.

Mir hat es zum Glück nie was ausgemacht, in der “Öffentlichkeit” oder unter Kollegen zu pennen. Ich weiß aber auch nicht, wie viele meiner Mitschüler und EX-Kollegen ganze Bildkollektionen von mir auf ihren Handys in den unmöglichsten Schlafpostitionen gesammelt haben. Lediglich mit einem Penis im Gesicht, bin ich noch nie aufgewacht. Spielt aber auch keine Rolle. Vielmehr sollte eigentlich jeder Arbeitgeber dafür sorgen, dass seine Mitarbeiter eine Möglichkeit für den entspannten Power-Nap am Tag haben. Bei meinem Ex-Arbeitgeber hab ich das zwar leider nicht mehr durchbekommen, in anderen Ländern gibt’s diese Möglichkeit jedoch schon.

Ich für meinen Teil bin jedenfalls großer Befürworter des guten alten Mittagsschlafs. Und das schon sehr lange.

Autor: Ben

Hej, ich bin Ben. Ich wohne und arbeite in der wunderbaren Stadt am Rhein – Köln. Unweit des Rheins ist auch mein Studio. Hier schreibe ich über alles, was mich gerade interessiert.

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