beingontheroad – Tag 16 – Quiberon

Nachdem wir beide mit die schlafloseste Nacht hatten (waren oft wach, haben uns berührt, einfach unruhig) entschieden wir uns die nahgelegene Sanitäranlage des Hafens zu nutzen, um seit der Camargue nach einer Woche mal wieder zu Duschen. Wir bemerkten, dass wir ohne diese Duscherei sehr viel Zeit gespart haben. Um 10:45 deckten wir uns im Supermarkt des Dorfes mit Baguette ein. Unserem klassischen Frühstück. Und fuhren über Royan nach Carnac

Dort schauten wir uns die Stadt etwas an und folgten Annas Tipp, in der Crêperie Au Pressoir zwischen den ganzen Steinen, die in dem Ort mysteriöser Weise überall auf den Feldern rumliegen, zu essen. 

Wir tranken Cider und aßen Crêpes mit Käse und Ei, Honig, Butter und Zucker (Jannis),  Crêpes mit Apfel und Karamell, Schokolade und Cocos (ich).

Als wir die Aussicht vom kleinen Hafen aufs Meer genossen hatten, war Jannis die Atmosphäre doch etwas zu ruhig und wir entschlossen auf die nah gelegene Halbinsel Quiberon zu fahren.

Wir erhofften uns eine Kneipe und einen Meerblickparkplatz. 10 Kilometer waren nicht sonderlich aufregend, aber wie konnte es anders kommen, am Ende der Halbinsel erwartete uns eine „Kirmes“. Eine Live-Band (Epsylon) spielte auf dem Marktplatz und alle feierten das Ende der Ferien. Als wir das Auto am Ende des Hafens abgestellt hatten und ich etwas Apfelschnaps und Jannis seinen Billig-Fusel getrunken hatten, gingen wir ins Getümmel, holten uns zwei Dosen Desperados und leiteten den Abend feuchtfröhlich ein.

Gin-Tonics aus der örtlichen Bar gaben uns den Rest. Wir spielten mit Thais auf dem Bazar Fußball und lernten eine französische Jugendgruppe aus Paris kennen. Zusammen mit ihnen tranken wir ihr Zeug und unsere Reste. Bevor wir versackten.

Wegen drunken-Jannis kamen wir nicht mit dem Rest in die schäbbige Dorfdisco, sondern mussten uns mit dem Strand begnügen. Laut meiner Erinnerung sind wir auf dem Weg zum Auto gegen 2 Uhr noch in eine andere Disco gegangen, wo Jannis den Türsteher auf Französisch bequatschte und wir argumentierten, dass uns die Jungs vom Disco-Balkon förmlich eingeladen hätten.

Fünf Minuten später verließen wir die Einrichtung schon wieder. 

Mitten in der Nacht klopfte bei Jannis der Alkohol, aber ich reagierte im Halbschlaf noch rechtzeitig und entriegelte die Autotür, bevor die Alarmanlage des Fords zu ihrer nächtlichen Unterhaltungseinlage ansetzen konnte.

Die Nacht nahm ihren Lauf.

von

Hej, ich bin Ben. Ich wohne und arbeite in der wunderbaren Stadt am Rhein – Köln. Unweit des Rheins ist auch mein Studio. Hier schreibe ich über alles, was mich gerade interessiert.

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